Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Aktuelles

25.04.2012

Freiheit, Krieg und Rache. Überleben bei den jüdischen Partisanen

Neue Publikation der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.

Freiheit, Krieg und Rache. Überleben bei den jüdischen Partisanen

hg. v. Adam Kerpel-Fronius

ISBN: 987-3-942240-05-5

117 Seiten

Berlin 2012

5.00 Euro

 

Jack (Idel) Kagan (*1929) wuchs im ostpolnischen Nowogródek auf. Seine Kindheit endete schlagartig mit dem Ausbruch des Krieges im Herbst 1939: Auf zwei Jahre Sowjetherrschaft folgten 1941 die deutsche Besatzung und der Massenmord an Juden. Idel war einer von etwa 120 Häftlingen im Ghetto, die durch einen selbstgebauten Tunnel fliehen konnten und sich den jüdischen Bielski-Partisanen anschlossen. Diese Einheit rettete über 1.200 Juden das Leben – einmalig in der Geschichte des Holocaust. Jack Kagan wanderte nach dem Krieg nach London aus und stiftete seit 1991 mehrere Erinnerungszeichen in seiner nun weißrussischen Heimatstadt.

17.04.2012

Ich blieb zurück. Erinnerungen an Breslau und Israel

Neue Publikation:

 

Ich blieb zurück. Erinnerungen an Breslau und Israel

ISBN: 978-3-942271-55-4

200 Seiten

Berlin 2012

Hentrich&Hentrich

14.80 Euro

 

Karla Wolff, geb. Grabowski, wird 1928 in Breslau als Tochter einer christlichen Mutter und eines jüdischen Vaters geboren. Zwischen 1933 und 1945 erlebt sie unmittelbar die Verfolgung und Ermordung der Breslauer Juden; ihr Vater studiert an der Kantorenschule in Berlin und ist zwischen 1941 und 1943 einer der Kantoren der Storch-Synagoge in Breslau. Als Aushilfskraft im Jüdischen Altenheim begleitet sie die zur Deportation bestimmten Menschen zu den Sammelstellen, arbeitet auf der Krankenstation für die noch in Breslau lebenden ›Mischehen‹ sowie auf dem Jüdischen Friedhof Cosel bei der Bestattung der Toten aus den umliegenden Zwangsarbeitslagern. In den letzten Monaten versteckt sie sich zusammen mit ihrem Vater bis zur Eroberung der Stadt durch die Rote Armee. Karla Wolff ist 1945 gezwungen, Breslau zu verlassen; über die Stationen Erfurt, Friedland und Fulda emigriert sie 1947 nach Palästina und gründet hier eine eigene Familie. Ihre Eltern wandern zunächst in die USA aus und kehren einige Jahre später nach Deutschland zurück. Der Vater amtiert über 20 Jahre als Kantor und Religionslehrer in Düsseldorf. Heute lebt Karla Wolff mit ihrem Mann in Naharija, Israel.

19.01.2012

Offener Brief des Arbeitskreises
der Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus in Berlin und Brandenburg

 

Betreff:
Einführung eines Europäischen Gedenktages für die „Opfer aller totalitärer und autoritärer Regime“ am 23. August

An den
Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg
Herrn Matthias Platzeck
Heinrich-Mann-Allee 107
14473 Potsdam

 

An den
Regierenden Bürgermeister von Berlin
- Senatskanzlei -
Herrn Klaus Wowereit
Jüdenstr. 1
10178 Berlin

 

Offener Brief als PDF-Download

 

Presseinformation als PDF-Download

 

Vermächtnis als PDF-Download

18.01.2012

Zeitzeugengespräch mit Jehuda Bacon am 26. Januar 2012

Mit großem Bedauern muss das für den 26. Januar um 18 Uhr in der Neuen Synagoge Berlin – Centrum Judaicum angekündigte Zeitzeugengespräch mit Jehuda Bacon ausfallen. Herr Bacon hat sein Kommen leider kurzfristig absagen müssen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

10.01.2012

26. Januar 2012, 14 Uhr – Neuer Film im Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen. Übergabe an die Öffentlichkeit

Ort: Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Ort der Information, Cora-Berliner-Straße 1, 10117 Berlin

Beginn: 14 Uhr

Am 27. Mai 2008 wurde das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen in Berlin der Öffentlichkeit übergeben. Initiatoren waren die Initiative »Der homosexuellen NS-Opfer gedenken« und der Lesben- und Schwulenverband (LSVD). Es entstand nach dem Entwurf des dänisch-norwegischen Künstlerduos Michael Elmgreen und Ingar Dragset. Bestandteil des Denkmals ist ein Film, der in Abständen durch Filme anderer Künstlerinnen und Künstler ersetzt werden soll.

PROGRAMM

Begrüßung: Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Grußwort: Günter Dworek, Bundesvorstand Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD)

Einführung zum Film: Dr. Klaus Müller, Jurymitglied; Repräsentant für Europa, United States Holocaust Memorial Museum

Festvortrag: Prof. Dr. Susanne Baer, LL.M., Richterin des Bundesverfassungsgerichts

Dankworte der Künstler: Gerald Backhaus, Bernd Fischer und Ibrahim Gülnar

anschließend Kranzniederlegung

Anmeldung: Wir bitten Sie zu beachten, dass die Platzvergabe nach Anmeldungseingang erfolgt, da die räumlichen Kapazitäten leider begrenzt sind. Bitte planen Sie auch ausreichend Zeit für die Sicherheitskontrollen ein und beachten Sie, dass keine Parkplätze zur Verfügung stehen.

Bitte melden Sie sich daher bis spätestens 24. Januar 2012 per E-Mail unter info@stiftung-denkmal.de, telefonisch unter +49 (0)30 26 39 43 – 0 oder per Fax unter +49 (0)30 26 39 43 – 20 an.

Veranstalter: Lesben- und Schwulenverband in Deutschland, Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

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