Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg
08.12.2011 - 29.02.2012
Kulmhof - das unbekannte Vernichtungslager

Ab dem 8. Dezember 1941 – vor 70 Jahren – ermordete die SS in Kulmhof am Ner (Chełmno nad Nerem) Menschen durch Motorabgase. Dieser Tag markiert den Beginn der nationalsozialistischen Massentötung an den europäischen Juden durch Giftgas. Die Ausstellung widmet sich dieser unbekannten Vernichtungsstätte und dem Gedenken an die mehr als 150.000 Opfer, darunter über 2.600 Juden aus Berlin. Sie zeigt auch, welche Spuren noch heute zu entdecken sind.

Veranstalter: Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas / Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum / ASSOCIATION T4 RESEARCH TEAM / Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst / Der Paritätische Berlin

Dauer der Ausstellung: 7. Dezember 2011 bis 29. Februar 2012; Öffnungszeiten: Sonntag bis Montag 10–18 Uhr, Dienstag bis Donnerstag 10–18 Uhr, Freitag 10–14 Uhr

Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum
Oranienburger Straße 28/30
10117 Berlin

Tel.: +49-30-88 02 83 00
Fax: +49-30-88 02 84 83
E-mail: office@centrumjudaicum.de
Internet: www.centrumjudaicum.de

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25.10.2011 - 08.01.2012
„Vor aller Augen” Die Deportation der Juden und die Versteigerung ihres Eigentums. Fotografien aus Lörrach Oktober/November 1940

Die in der Sonderausstellung gezeigten Bildserien mit insgesamt 42 Fotografien der Deportation von Juden in Lörrach am 22. Oktober 1940 sowie der Versteigerung von Hausrat aus ihren Wohnungen, wenige Wochen nach diesem öffentlichen Verbrechen, stellen eine erschütternde visuelle Dokumentation dar. Für beide Serien sind die originalen Negative des Fotografen, eines Kriminalpolizeibeamten, erhalten. Wegen der nur spärlichen schriftlichen Überlieferung zum Geschehen kommt den visuellen Quellen besondere Bedeutung zu, obwohl sie aus der Perspektive der Täter und in deren Auftrag entstanden. Sie belegen organisatorische Details dieses Verbrechens wie die Sammlung und den Transport der Opfer. Und sie vermögen in großer Unmittelbarkeit atmosphärische Aspekte des Geschehens, die Facetten der Sozialgeschichte dieses einen unter so vielen NS-Verbrechen beleuchten, zu belegen. Haben sie doch im Bild aufbewahrt, wer auf Seiten der Täter beteiligt war, aber auch, dass dieses Verbrechen teilweise öffentlich, vor den Augen vieler Zuschauer stattfand. Die Fotos der Versteigerungen belegen zudem den starken Publikumsandrang zu den Auktionen des Eigentums der Deportierten und damit die ungeheuerliche Indifferenz erschreckend vieler Deutscher gegenüber dem Schicksal der Juden.

Eine Ausstellung der Stiftung Topographie des Terrors und des Stadtarchivs Lörrach
Völlig neu bearbeitete Übernahme der Präsentation
 „Vor aller Augen” – Die Deportation der Lörracher Juden des Stadtarchivs Lörrach, 2010

Zur Ausstellung liegt eine illustrierte Begleitpublikation vor:
Andreas Nachama und Klaus Hesse (Hrsg.)
„Vor aller Augen” – Die Deportation der Juden und die Versteigerung ihres Eigentums. Fotografien aus Lörrach 1940
Berlin 2011, Hentrich & Hentrich

Mit Unterstützung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie des Regierenden Bürgermeisters von Berlin
Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten


Topographie des Terrors. Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt
in der Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Straße
Niederkirchnerstraße 8
10963 Berlin-Kreuzberg

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Tel.: +49-30-254509-50
Fax: +49-30-254509-55

E-mail: ausstellung@topographie.de
Internet: www.topographie.de

Öffnungszeiten: täglich 10-20 Uhr
Führungen nach Vereinbarung
Kulturprojekte Berlin
Telefon: +49-30-254509-70
E-Mail: fuehrungen@topographie.de

18.08.2011 - 22.01.2012
„...weil niemand das Recht hat, mir das Leben zu nehmen”. Marianne Golz-Goldlust - Stille Heldin aus Überzeugung

Einmalig verlängert bis zum 22. Januar 2012, 18 Uhr !
Die 1895 in Wien geborene Schauspielerin und Sängerin Marianne Golz-Goldlust gehörte zu den wenigen Menschen, die während der nationalsozialistischen Diktatur verfolgten Juden halfen. Gemeinsam mit ihrem jüdischen Ehemann, der als Journalist tätig war, musste sie nach der nationalsozialistischen Machtübernahme aus Berlin nach Prag fliehen. Während Hans Goldlust 1939 nach England fliehen konnte, blieb Marianne Golz in Prag, um dort die Familie ihres Mannes weiter zu unterstützen. Sie schloss sich dort einer Widerstandsgruppe an, die verfolgten Juden die Flucht ins Ausland ermöglichte. Ihre Wohnung wurde Treffpunkt für viele Widerstandskämpfer und Verfolgte, die hier auch Schutz vor der drohenden Deportation finden konnten.
 Als die Gestapo im November 1942 den Fluchthilfering aufdeckte, wurde Marianne Golz verhaftet und im Gefängnis Pankraz inhaftiert. Wegen „Begünstigung von Reichsfeinden” am 18. Mai 1943 zum Tode verurteilt, wurde sie am 8. Oktober 1943 im Hinrichtungsraum der Haftanstalt ermordet.
Ihre während der Haft verfassten und heimlich aus dem Gefängnis geschmuggelten Briefe sind ein eindringliches Zeugnis ihrer Überzeugung und ihres Mutes, für ihre jüdischen Mitmenschen einzutreten. Marianne Golz-Goldlust wurde dafür 1988 von Yad Vashem mit der Auszeichnung „Gerechte unter den Völkern” geehrt.


Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Stauffenbergstraße 13-14
10785 Berlin

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Tel.: +49-30-26 99 50 00
Fax: +49-30-26 99 50 10
E-mail: info@gdw-berlin.de
Internet: www.gdw-berlin.de

Öffnungszeiten:
Mo-Mi, Fr 9-18 Uhr, Do 9-20 Uhr, Sa, So und Feiertags 10-18 Uhr
Geschlossen am 23., 24., 25., 26., 31. Dezember und am 1. Januar

29.03.2009 - 31.03.2012
Die Fälscherwerkstatt im KZ Sachsenhausen 1942 - 1945

Im Herbst 1942 richtete die SS in den Baracken 18 und 19 im „kleinen Lager” eine geheime Druckerei ein. Jüdische Häftlinge mußten dort Banknoten fremder Länder, ausländische Briefmarken und Dokumente fälschen. Bis Ende 1944 wuchs die Gruppe der Fälscher auf etwa 140 Häftlinge an. Neben einer umfangreichen Internet-Ausstellung, die die unterschiedlichen Aspekte der Fälscherwerkstatt beleuchtet und zahlreiche Überlebende zu Wort kommen lässt, präsentiert die kleine Ausstellung vor allem Biografien von Häftlingen. Viele der ausgestellten Dokumente, Zeichnungen und Fotos werden erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.


Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Straße der Nationen 22
16515 Oranienburg

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Tel. +49-(0)3301-200-0
Besucherdienst / Anmeldung: +49-(0)3301-200-200
Fax +49-(0)3301-200-201
Archiv 03301 / 200-300
Bibliothek 03301 / 200-301

Email: besucherdienst@gedenkstaette-sachsenhausen.de
Internet: www.gedenkstaette-sachsenhausen.de

Öffnungszeiten
15. März bis 14. Oktober: täglich 8:30 - 18:00 Uhr
15. Oktober bis 14. März: täglich 8:30 - 16:30 Uhr

Montags sind die Museen, das Archiv und die Bibliothek geschlossen. Die Open-air-Dokumentation „Mord und Massenmord im KZ Sachsenhausen” , der Gedenkort „Station Z” sowie das Besucherinformationszentrum sind geöffnet.