Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg
09.09.2010

"Von der Sachsenburg nach Sachsenhausen" in der Topographie

Ab 20. Oktober ist die Ausstellung „Von der Sachsenburg nach Sachsenhausen. Bilder aus dem Fotoalbum eines KZ-Kommmandanten” zu sehen. Die von der Stiftung Brandenburgische Gedenktätten erstellte Dokumentation präsentiert rund 100 Aufnahmen aus dem dienstlichen Fotoalbum des ersten Kommandanten von Sachsenhausen, Karl Otto Koch, das die Gedenkstätte Sachsenhausen in den Archiven des russischen Geheimdienstes gefunden hat.

03.09.2010

Sonderöffnung der Baracke 13 im Dokumentations-zentrum NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide

An den Wochenenden im September öffnet das Dokumentationszentrum Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide die von allen Unterkunftsbaracken am besten erhaltene Baracke 13, die sonst nur im Rahmen von Führungen zu besichtigen ist. Neben vielen bauzeitlichen Details finden sich hier an etlichen Kellerwänden Inschriften italienischer Zwangsarbeiter.

 

04. September 2010 | 16:00 Uhr

Öffentliche Führung

Die erste öffentliche Führung inklusive der neu eröffneten Baracke 13 bietet das Dokumentationszentrum an diesem Tag an. Weitere Möglichkeiten, sie auch im Rahmen von Führungen zu besichtigen, finden sich an den anderen Septemberwochenenden.

31.08.2010

Besuch des polnischen Staatspräsidenten und des deutschen Bundes-präsidenten in der Gedenkstätte Sachsenhausen

Am Freitag, 3. September 2010, werden der Präsident der Republik Polen, Bronisław Komorowski, und Bundespräsident Christian Wulff in der Zeit von 17.45 bis 18.30 Uhr die Gedenkstätte Sachsenhausen besuchen. Im Rahmen eines Rundgangs mit Stiftungsdirektor Prof. Dr. Günter Morsch werden sie die Sonderausstellung "Vergessene Vernichtung?" über die Inhaftierung der polnischen Intelligenz im KZ Sachsenhausen zu Beginn des Zweiten Weltkrieges sowie den Stefan Rowecki, dem Oberkommandierenden der polnischen Heimatarmee, gewidmeten Raum im Zellenbau besichtigen. Der Besuch endet mit einer Kranzniederlegung am zentralen Gedenkort "Station Z".

 

 

26.08.2010

Lesung mit Götz Schubert in der Gedenkstätte Sachsenhausen

Am Sonntag, 29. August 2010, 15 Uhr liest der Schauspieler Götz Schubert aus Erinnerungen von Krakauer Professoren, polnischen Geistlichen und tschechischen Studenten an das KZ Sachsenhausen.


Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Presseinformation 34/2010
Oranienburg, 20. August 2010
 
"... und innerhalb der Mauern: die Hölle!"  - Lesung mit Götz Schubert

Anlass ist die Finissage der Sonderausstellung "Vergessene Vernichtung? Polnische und tschechische Angehörige der Intelligenz in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Ravensbrück zu Beginn des Zweiten Weltkriegs". In der Ausstellung wird an das Schicksal von 169 Professoren der Krakauer Hochschulen, an mehrere Hundert polnische Geistliche und mehr als 1100 tschechische Studenten erinnert, die im Herbst 1939 in das KZ Sachsenhausen verschleppt wurden. In der über 600 qm großen Ausstellung sind erstmals wertvolle Exponate zu sehen, die noch nie außerhalb von Polen und Tschechien gezeigt wurden, wie z.B. Gemälde von Professoren, das Ornat des in Sachsenhausen verstorbenen Lubliner Bischofs Goral, eine Totenmaske und vieles mehr. Zehntausende Besucher haben die in Kooperation mit der Jagiellonen Universität Krakau und der Karls-Universität Prag entstandene Ausstellung in den vergangenen neun Monaten besichtigt.

Der spätere Kardinal Majdanski, der am 29. August 1940 als Seminarist neun Monate nach seiner Verhaftung in Wloclawek in das KZ Sachsenhausen kam, schrieb dazu: "In Sachsenhausen wieder ein Tor – und innerhalb der Mauern: die Hölle! Wilder Lärm des Hasses, am Talar werden die älteren Priester mit Gewalt vom Wagen gezerrt. Jemandem wird der Stock entrissen und damit auf ihn eingeschlagen [...]."

Ausschnitte aus seinen und anderen Erinnerungsberichten werden bei der Veranstaltung gelesen.


Sonntag, 29. August 2010, 15 Uhr
"... und innerhalb der Mauern: die Hölle!". Szenische Lesung mit Götz Schubert (Schauspieler) und Jacob Pampuch (Gitarre)

Ort: Neues Museum, Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Straße der Nationen 22, 16515 Oranienburg
Tel. 03301-200 0
E-Mail: info@gedenkstaette-sachsenhausen.de

Information: www.stiftung-bg.de
Eintritt frei


Verantwortlich:
Dr. Horst Seferens
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Heinrich-Grüber-Platz I 16515 Oranienburg
T +49 3301 810920 I F +49 3301 810926
seferens(at)stiftung-bg.de I www.stiftung-bg.de

 

17.08.2010

Die Lange Nacht der Museen im Anne Frank Zentrum

Workshops für Kinder, Ausstellungsrundgänge und Geschichten über jüdische Gauchos oder über die Arbeit des Anne Frank Hauses in Lateinamerika. Zur Langen Nacht der Museen am 28. August präsentiert das Anne Frank Zentrum ein abwechslungsreiches Programm – passend zum diesjährigen Schwerpunkt der Langen Nacht, dem 200. Jahrestag der Unabhängigkeit von acht lateinamerikanischen Staaten.

Zu den Highlights des Abends zählen ein Vortrag und eine Lesung: Um 19 Uhr wird Jan Erik Dubbelmann, Internationaler Leiter des Anne Frank Hauses Amsterdam, von den Anne Frank-Ausstellungsprojekten in Lateinamerika berichten.

Um 20.15 Uhr folgt eine Lesung des argentinischen Klassikers »Jüdische Gauchos«, der am 28. August in deutscher Erstübersetzung erscheint.  »Jüdische Gauchos« von Alberto Gerchunoff  aus dem Jahre 1910 ist der Gründungstext der jüdisch-lateinamerikanischen Literatur. Im Bicentenario und 100 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung führt er zurück zu den Anfängen der jüdischen Kolonien Argentiniens und erzählt von einer Bewegung, die ihre jüdischen Wurzeln mit der Wiederentdeckung der historischen Lebensform als Bauern- und Hirtenkultur zurückgewinnen wollte. Eine Einführung geben Dr. Nora Pester sowie die Herausgeberin Dr. Liliana Ruth Feierstein vom Hentrich & Hentrich Verlag Berlin und der Übersetzer Stefan Degenkolbe. Es liest der Schauspieler Hanns Zischler.

Kinder ab ca. 11 Jahren sind zum Workshop  »Kinder auf der Flucht - gestern und heute« eingeladen. Um 16 und 17 Uhr werden sie auf spielerische Art angeleitet, sich über Vertreibungen und Flucht gestern und heute auszutauschen. Die Dauerausstellung »Anne Frank. hier & heute« ist von 18 Uhr bis 2 Uhr nachts geöffnet.

Um 18 Uhr, 21.30 Uhr, 22.30 Uhr und 23.30 Uhr finden begleitete Rundgänge statt. Zudem wird der Film »Das kurze Leben der Anne Frank« gezeigt, jeweils um 18 Uhr und 24 Uhr in deutscher Sprache sowie 23 Uhr in der spanischen und 23.30 Uhr in der englischen Fassung.

Eintritt: Kombiticket der Langen Nacht der Museen für 15 EUR/erm. 10
EUR, Kartenverkauf auch im Anne Frank Zentrum

Adresse: Anne Frank Zentrum, Rosenthaler Straße 39, 10178 Berlin