Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Aktuelles

27.07.2015

Die Gedenkstätte Sachenhausen erweitert ihre Öffnungszeiten

Wegen des großen Besucherandrangs erweitert die Gedenkstätte Sachenhausen ihre Öffnungszeiten

 

Aufgrund des anhaltend großen Besucherandrangs erweitert die Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen ihre Öffnungszeiten. Ab dem 3. August wird der wöchentliche Schließtag der Museen während der Sommersaison (15. März bis 14. Oktober) entfallen, so dass ab nächster Woche montags sowohl das Außengelände als auch die zehn Museen in der Zeit von 8.30 Uhr bis 18 Uhr besucht werden können. Im vergangenen Jahr besuchten mehr als 600.000 Menschen aus aller Welt die Gedenkstätte in der Nähe von Berlin, mehr als doppelt so viele wie vor 20 Jahren.

 

Dazu erklärt Stiftungsdirektor Prof. Dr. Günter Morsch: „Die Gedenkstätte Sachsenhausen erlebt bereits seit längerem einen stetig wachsenden Andrang von Besuchern aus aller Welt. Darüber freuen wir uns sehr, auch über das überaus positive Feedback, das uns über verschiedene touristische Internetportale erreicht. So erfreulich diese Entwicklung ist, so stellt sie die Gedenkstätte zugleich vor große logistische Probleme. Mit der Aufhebung der Museumsschließung an Montagen während der Sommermonate kommen wir einerseits den vielen Menschen entgegen, die auch montags die Gedenkstätte aufsuchen. Zum anderen hoffen wir, dadurch die anderen Wochentage etwas entlasten zu können. Es wird jedoch nötig sein, die einmal für rund 300.000 Besucher geplante Infrastruktur der Gedenkstätte an die veränderten Bedingungen anzupassen.“

 

Der Montag bleibt allerdings weiterhin der Tag, an dem in den Museen und Ausstellungen Reparaturen und Wartungsarbeiten durchgeführt werden. Daher müssen die Besucher damit rechnen, dass einzelne Museen montags vorübergehend geschlossen sind.

 

 

Öffnungszeiten der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen ab 3. August 2015:

 

15. März bis 14. Oktober: täglich 8.30 - 18.00 Uhr

15. Oktober bis 14. März: täglich 8.30 - 16.30 Uhr

 

Während der Winteröffnungszeit sind die Museen montags geschlossen. Die Open-air-Dokumentation "Mord und Massenmord im KZ Sachsenhausen", der Gedenkort „Station Z“ sowie das Besucherinformationszentrum sind geöffnet.

 

Ausstellung im T-Gebäude „Die Zentrale des KZ-Terrors“

Montag bis Freitag 8.00 - 18.00 Uhr

Samstag und Sonntag 12.00 - 16.00 Uhr

 

Information: www.stiftung-bg.de

 

 

14.07.2015

Veranstaltungsbericht der Ständigen Konferenz

„Christus der Völker?“ Podiumsdiskussion zur Erinnerungskultur in Polen

 

Am 8. Juli 2015 hatte die Ständige Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum zu einer Podiumsdiskussion in das Haus der Commerzbank am Pariser Platz eingeladen. Die Begrüßung der Gäste erfolgte durch Ralf Suermann, Leiter des Stiftungszentrums Berlin der Commerzbank AG. Dr. Hans-Christian Jasch, Direktor der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz sowie Vorsitzender der Ständigen Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum (2015) leitete mit einer kurzen historischen Einführung in die Thematik ein. Auf dem Podium diskutierten Prof. Dr. Claudia Kraft, Historikerin, Professorin für Europäische Zeitgeschichte an der Universität Siegen mit Forschungsschwerpunkt der europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts, insbesondere der Geschichte Polens und Prof. Dr. Krzysztof Ruchniewicz, Historiker, Direktor und Leiter des Lehrstuhls für Geschichte an der Universität Breslau und Direktor des dortigen Willy-Brandt-Zentrums. Die Veranstaltung wurde von Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, moderiert. Die Podiumsteilnehmer beschäftigten sich vor allem mit folgenden Fragen: Wie reagiert die Politik und wie die polnische Bevölkerung heute auf die historischen Ereignisse ihres Landes? Was bedeutet das Beispiel Polen für die europäische Erinnerungskultur und inwiefern unterscheiden sich die polnische und deutsche Gedenkpolitik? Rund 100 Besucher verfolgten die interessanten Beiträge der Referenten und beteiligten sich mit Nachfragen und Anmerkungen an der Diskussion.

14.07.2015

Die Ständige Konferenz wechselt kurzzeitig das Büro!

Vom 13. Juli bis 21. August 2015 ist die koordnierende Assistentin erreichbar unter:

 

Sarah Breithoff
Ständige Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum
Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Georgenstraße 23,
10117 Berlin
Tel: 49(0)30 - 26 39 43 - 17
E-Mail: staendigekonferenz(at)orte-der-erinnerung.de

01.07.2015

Holocaust. Der Ort der Information des Denkmals für die ermordeten Juden Europas

Der neue Katalog zur Ausstellung im Ort der Information stellt eine umfassende Chronologie der Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden dar. Die Dimension des Holocaust und die historischen Stätten der Verbrechen werden ebenso wie die Orte der Erinnerung ausführlich beschrieben. Im Mittelpunkt stehen die Schicksale von Opfern, die anhand zahlreicher persönlicher Dokumente erzählt werden. Der aufwendig recherchierte Begleitband erscheint mit einem Vorwort des Bundestagspräsidenten Prof. Dr. Norbert Lammert sowie einem Geleitwort der Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters. Unzählige – zum Teil nicht in der Ausstellung gezeigte – Fotografien, Tagebuchaufzeichnungen, Briefe und Aktenstücke sowie vertiefende Aufsätze dokumentieren den systematischen Völkermord an den Juden.

 

Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas (Herausgeber)
Holocaust. Der Ort der Information des Denkmals für die ermordeten Juden Europas
Berlin, 2015
ISBN: 978-3-942240-17-8
Preis: € 39,95 zzgl. Versandkosten
Erhältlich im Ort der Information (Denkmal für die ermordeten Juden Europas), im Buchhandel und unter info@stiftung-denkmal.de

02.06.2015

Wanderausstellung zur NS-Militärjustiz in Wolfenbüttel

 

Die Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten zeigt „›Was damals Recht war…‹ – Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht” in der Kommisse Wolfenbüttel

 

Vom 3. Juni bis 2. August 2015 präsentieren die Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten/Gedenkstätte in der Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel und die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas die Wanderausstellung »›Was damals Recht war…‹ – Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht« in der Kommisse Wolfenbüttel.

Eröffnung:
Die feierliche Eröffnung findet am Abend des 3. Juni 2015 um 19.00 Uhr in der Kommisse Wolfenbüttel, Kommissstraße 5, statt. Dr. Jens-Christian Wagner, Geschäftsführer der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten, wird die Gäste begrüßen. Danach hält Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal, ein Grußwort und gibt Einblick in die Entstehung der Ausstellung.

 

Hintergrund zur Ausstellung:
Die Ausstellung zeigt, wie Unrecht und Willkür den Alltag der Wehrmachtjustiz kennzeichneten und tausende Männer und Frauen, Soldaten und Zivilisten, der Unrechtsjustiz zum Opfer fielen und als Deserteure, so genannte Wehrkraftzersetzer oder Volksschädlinge, ihr Leben verloren. Mit Ablehnung und Feindschaft begegnete die Mehrzahl der Deutschen nach 1945 den überlebenden Opfern der Wehrmachtjustiz. Vielen gelten die Verurteilten bis heute als Verräter oder Feiglinge. Dabei hat der Deutsche Bundestag im September 2009 die letzten Unrechtsurteile der Wehrmachtjustiz des Zweiten Weltkrieges aufgehoben. Zu den zehntausenden Opfern dieser Justiz zählen auch Widerstandskämpfer aus nahezu ganz Europa, die in ihren von der Wehrmacht besetzten Heimatländern oder in Deutschland inhaftiert, vor Gericht gestellt und in großer Zahl exekutiert worden sind.

 

Fallgeschichte aus Wolfenbüttel:
Anlässlich der Ausstellungspräsentation in Wolfenbüttel hat die Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel die Biografie des Soldaten Walter Siebert rekonstruiert, dessen Schicksal eng mit der Region verbunden ist. Siebert, der als Zwanzigjähriger zur Wehrmacht eingezogen wurde, floh nach dem Einsatz in der Sowjetunion aus seiner Truppe. Er wurde kurz darauf festgenommen und in der Strafanstalt Wolfenbüttel inhaftiert. Das Gericht der Division Nr. 471 in Braunschweig verurteilte Siebert wegen Fahnenflucht zum Tode. Im Alter von 24 Jahren wurde er in Braunschweig hingerichtet. Seine Biografie wird neben den anderen Fallgeschichten in der Ausstellung zu sehen sein.

 

Rahmenprogramm:
In Wolfenbüttel erwartet interessierte Besucher ein umfangreiches Begleitprogramm, bestehend aus Vorträgen, einer Podiumsdiskussion und einer Filmvorführung. So wird unter anderem Ludwig Baumann, Wehrmachtdeserteur, über sein Schicksal als Verurteilter und begnadigter Soldat und über seinen Kampf um Rehabilitierung sprechen. Darüber hinaus werden Führungen durch die Ausstellung für Schulklassen und andere interessierte Gruppen angeboten.

 

Konzept:
Konzipiert wurde die Ausstellung von der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, unterstützt von der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt – Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale), der Bundeszentrale für politische Bildung und der Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz e.V.

 

Mehr Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm unter:
http://www.stiftung-denkmal.de/ausstellungen/was-damals-recht-war.html
http://wolfenbuettel.stiftung-ng.de/de/home.html

 

Ausstellungskatalog:
Der Begleitband zur Wanderausstellung dokumentiert mit zahlreichen Fotos, Tagebuchaufzeichnungen, Briefen und Aktenstücken das Schicksal von Soldaten und Zivilisten, die zwischen 1939 und 1945 zu Opfern der deutschen Wehrmachtjustiz wurden. Der Katalog ist für 19,90 € erhältlich unter E-Mail info[at]stiftung-denkmal.de

 

Ausstellungseröffnung: 3. Juni 2015, 19.00 Uhr, Kommisse Wolfenbüttel

 

Ausstellungsort: Kommisse Wolfenbüttel, Kommissstraße 5, 38300 Wolfenbüttel

 

Ausstellungsdauer: 3. Juni bis 2. August 2015

 

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 11 – 17 Uhr

 

Eintritt frei

 

Führungen: sonntags um 11 Uhr | nach Voranmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten

 

Buchung von Führungen: Tel.: 05331-807 343 | E-Mail: wolfenbuettel[at]stiftung-ng.de

 

Kontakt
Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel
Ziegenmarkt 10
38300 Wolfenbüttel
Tel: +49 (0)5331 – 807 341
E-Mail: Simona.Haering@stiftung-ng.de