Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Denkmal für die ermordeten Juden Europas: Ort der Information

Der unter dem Stelenfeld gelegene Ort der Information ergänzt die abstrakte Form der Erinnerung, die das Denkmal vermittelt, durch Informationen zum Holocaust. Die Personalisierung der Opfer und die geographische Dimension des Holocaust sind dabei die zentralen Elemente der Ausstellung und ziehen sich wie ein roter Faden durch den gesamten Ort der Information. Die Dauerausstellung gibt den Opfern Namen und Gesichter, sie zeigt die Schicksale Einzelner und ihrer Familien, ihr Leben, Leiden und Sterben.

Die Ausstellung setzt sich aus vier Themenräumen zusammen. Der Weg zum ersten Raum führt durch die Foyers 1 und 2. Hier erhalten die Besucher Grundinformationen zum historischen Kontext (1933 bis 1945). Von der Stirnwand des Foyers blicken den Ausstellungsbesuchern sechs großformatige Gesichter entgegen. Diese Porträts repräsentieren die sechs Millionen jüdischen Opfer des Holocaust. Jedes Bild vertritt eine spezifische Geschlechts- und Altersgruppe: Männer und Frauen, Kinder, Erwachsene und Alte.

Die Inhalte der vier Themenräume

Raum der Dimensionen – Darstellung der europäischen Dimension des Massenmords an den Juden; mit Briefen und persönlichen Erinnerungen einzelner Menschen auf erleuchteten Bodenplatten und den Opferzahlen europäischer Länder als umlaufender Fries

Raum der Familien – Repräsentative Familienschicksale vor, während und nach dem Holocaust; 15 jüdische Familienschicksale werden auf „entwurzelten”, scheinbar aus der  Decke wachsenden Stelen dargestellt. Gezeigt werden ihre sozialen, nationalen, kulturellen und religiösen Lebenswelten.

Raum der Namen – Präsentation von Namen der Opfer; Jeder Name wird einzeln auf die vier Wände des leeren Raumes projiziert, während eine Stimme die Biographie verliest.

Raum der Orte – Kartografische Übersicht über die Orte der Verfolgung und Vernichtung in Europa. Die breiten Stelenseiten zeigen anhand von seriellen Kurzfilmen die enorme Anzahl der Verfolgungs- sowie Tötungsorte und deren Vernetzung untereinander. Die schmalen Stelenseiten informieren durch Bild und Text über die größten Vernichtungsorte.

Kontakt

Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Cora-Berliner-Straße 1
10117 Berlin

Tel.: 030/26 39 43 36 (Besucherservice)
E-mail: besucherservice(at)stiftung-denkmal.de
Internet: http://www.stiftung-denkmal.de

Öffnungszeiten Ort der Information
Apr. - Sep.: Di - So 10 - 20 Uhr (letzter Einlass 19.15 Uhr)
Okt. - Mrz.: Di - So 10 - 19 Uhr (letzter Einlass 18.15 Uhr)
Schließtage: 1. Jan., 24. bis 26. und 31. Dez.

Eintritt frei

Einzelbesucher können an einer Öffentlichen Führung teilnehmen oder sich den Ort der Information durch eine Audioführung erschließen. Besuchergruppen haben die Möglichkeit, über den Besucherservice vertiefende Führungen oder Workshops zu buchen.

Bus: 100, 123, 148, 200, M 41, TXL
S-Bahnhöfe: Brandenburger Tor u. Potsdamer Platz, S1, S2, S26
U-Bahnhöfe: Potsdamer Platz u. Mohrenstraße, U2