Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück: Der Zellenbau

Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten/Archiv Ravensbrück. Foto: Andreas Ehresmann, Hamburg

Die Dauerausstellung im ehemaligen Lagergefängnis informiert über die Geschichte und die Funktion dieses von Häftlingen „Bunker” genannten Gebäudes, einem zentralen Ort des Terrors im Konzentrationslager. Im Zellenbau verbüßten Häftlinge aus dem Frauen- und dem Männerkonzentrationslager Ravensbrück sowie aus dem „Jugend­schutzlager Uckermark” Arreststrafen, an Häftlingen des Frauenlagers wurde hier die Prügelstrafe vollzogen. Seit Februar 1944 diente der Bau auch zur Unterbringung prominenter Untersuchungshäftlinge, unter ihnen Helmuth James Graf von Moltke, der 2001 seliggesprochene Gewerk­schafter Nikolaus Groß und Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg, die Ehefrau des Hitler-Attentäters.

Frauen und Männer, die im Zellenbau inhaftiert waren, werden anhand kurzer Porträts vorgestellt. Ihre Aussagen dokumentieren vielfältige Perspektiven auf den Haftalltag und die Erfahrungen der „Bunkerhaft”. Darüber hinaus thematisiert die Ausstellung auch die Zeit nach 1945: Nach zeitweiliger Nutzung durch die sowjetische Armee entstand in dem Gebäude 1959 das erste Lagermuseum der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück mit nationalen Gedenkräumen und rekonstruierten Arrestzellen. Diese Gestaltungen bleiben erhalten, werden jedoch mit Informationen zu ihrer Entstehung versehen.

Anschrift und Öffnungszeiten

Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Straße der Nationen 
16798 Fürstenberg/Havel 

Fon: +49-03 09 3-60 38 5
Fax: +49-03 09 3-60 38 6
E-mail: paedagogik(at)ravensbrueck.de
Internet: www.ravensbrueck.de

Führungen, Projekttage, Seminare nach Vereinbarung. Führungen/Projekttage bis max. 15 Pers. kosten 15 Euro, bis 30 Pers. 25 Euro. Bei fremdsprachigen Führungen wird ein Aufschlag von 25 Euro erhoben.

Öffnungszeiten:
Di-So 9-17 Uhr (letzter Einlass 16.30 Uhr)
Das Gedenkstättengelände ist von 9-18 Uhr zugänglich, im Sommerhalbjahr (1. Mai - 30. September) bis 20 Uhr

Eintritt frei

RE 5 ab Berlin-Hbf. bis Bhf. Fürstenberg/Havel
Fußweg zur Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück ca. 3 km