Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück: Züge nach Ravensbrück. Transporte mit der Reichsbahn 1939- 1945

Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten/Archiv Ravensbrück. Foto: Britta Pawelke, Fürstenberg.

Die Dauerausstellung erinnert daran, dass die allermeisten Häftlinge mit Zügen nach Ravensbrück verschleppt wurden. Zentrales Ausstellungsobjekt ist ein historischer zweiachsiger, bedeckter Güterwaggon der Deutschen Reichsbahn aus dem Eisenbahnmuseum in Röbel/Müritz. Vor und hinter dem Waggon befinden sich je 14 Informationstafeln mit Texten und Bildern. In ihrem ersten Teil gibt die Ausstellung einen Überblick über die Zeitstruktur und Herkunft der Transporte nach Ravensbrück, erklärt die verschiedenen Zugtypen, die Ankunftsorte der Züge und das Verhältnis der damaligen Anwohner zu den in Fürstenberg/Havel eintreffenden Transporten. Sie informiert über die Gleisanlagen rund um das Lager, die Rolle der Deutschen Reichsbahn bei den Deportationen und die Restaurierung des hier ausgestellten Güterwaggons.

Im zweiten Teil wird dargestellt, wie sich die Transporte nach Ravensbrück von 1939 bis 1945 in ihrer Struktur veränderten. Weiterhin erhält der Besucher Informationen zu Beutegut-Lieferungen, zu Transporten an Arbeitsplätze außerhalb des Lagers und in die Vernichtungslager sowie zu Räumungstransporten aus anderen Konzentrationslagern. Die letzten beiden Tafeln berichten von den Zügen, mit denen befreite Häftlinge zurück in ihre Heimat fuhren.

Der Standort des Waggons und der Ausstellung befindet sich vor den historischen „Beutebaracken” in etwa 800 Meter Entfernung vom Eingang der Gedenkstätte am südlichen Rand des Lagers. Auf den damaligen Gleisen – die Schienen wurden nach dem Krieg durch die Rote Armee erneuert – fuhren zahllose Waggons mit geraubten Sachgütern aus den besetzten Ländern an die teilweise erhaltenen, historischen Rampen vor den Holzbaracken. Häftlinge mussten hier die Waggons entladen und die Gegenstände in die „Beutebaracken” schaffen.

Anschrift und Öffnungszeiten

Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Straße der Nationen 
16798 Fürstenberg/Havel 

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Fon: +49-03 09 3-60 38 5
Fax: +49-03 09 3-60 38 6
E-mail: paedagogik(at)ravensbrueck.de
Internet: www.ravensbrueck.de

Führungen, Projekttage, Seminare nach Vereinbarung. Führungen/Projekttage bis max. 15 Pers. kosten 15 Euro, bis 30 Pers. 25 Euro. Bei fremdsprachigen Führungen wird ein Aufschlag von 25 Euro erhoben.

Öffnungszeiten:
Di-So 9-17 Uhr (letzter Einlass 16.30 Uhr)
Das Gedenkstättengelände ist von 9-18 Uhr zugänglich, im Sommerhalbjahr (1. Mai - 30. September) bis 20 Uhr

Eintritt frei

RE 5 ab Berlin-Hbf. bis Bhf. Fürstenberg/Havel
Fußweg zur Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück ca. 3 km