Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Jüdische Häftlinge im KZ Sachsenhausen

Die dokumentarische Ausstellung gibt anhand von Fotos, Dokumenten, Zeichnungen und Texten einen Überblick über die Geschichte der rund 30.000 jüdischen Häftlinge des KZ Sachsenhausen. Darin eingebettet sind Einzelschicksale aus den unterschiedlichen Phasen des Lagers.

 

Die Zahl der jüdischen Häftlinge war zunächst gering. Erst im Juni 1938 kamen im Zuge der „Aktion Arbeitsscheu Reich” mehr als 800 Juden in das KZ Sachsenhausen, denen nach der „Kristallnacht” mehr als 6.000 folgten. Nach Kriegsbeginn kamen im Herbst 1939 mehr als 1.000 im Deutschen Reich lebende polnische und staatenlose Juden nach Sachsenhausen, die täglichen Gewaltexzessen der SS ausgesetzt waren.

 

Nach der Deportation der jüdischen Häftlinge in das KZ Auschwitz im Oktober 1942 verblieben im KZ Sachsenhausen nur wenige jüdische Sonderkommandos, darunter die Fälschwerkstatt, in der jüdische Spezialisten im Auftrag der SS ausländische Banknoten und Dokumente fälschen mussten.

 

Mit der Auflösung der Arbeits- und Vernichtungslager im Osten gelangten ab Frühjahr 1944 Tausende jüdischer Häftlinge nach Sachsenhausen oder in eines der zahlreichen Außenlager. In der chaotischen Endphase starben in den Lagern oder auf dem Todesmarsch Tausende an Hunger und Auszehrung oder wurden von der SS - wie im Außenlager Lieberose - ermordet.

 

Die Ausstellung umfasst 60 Schautafeln (30 Alucobond Träger, doppelseitig gestaltet, 210 cm x 30 cm und 210 cm x 60 cm), die mit Verbindungselementen des Systems Voluma gruppiert werden, sowie optional drei Vitrinen bei einem Raumbedarf von insgesamt ca. 120-150 qm. Alle Tafeln sind nummeriert, um den Aufbau zu erleichtern. Für den Transport werden die Tafeln verpackt. Die Ausstellung steht in einer deutschen und einer englischen Version zur Verfügung.

Anschrift und Öffnungszeiten

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Straße der Nationen 22
D-16515 Oranienburg

Tel. +49-(0)3301-200-0
Besucherdienst / Anmeldung: +49-(0)3301-200-200
Fax +49-(0)3301-200-201
Archiv 03301 / 200-300
Bibliothek 03301 / 200-301

Email: besucherdienst(at)gedenkstaette-sachsenhausen.de
Internet: www.gedenkstaette-sachsenhausen.de

 

Öffnungszeiten

15. März bis 14. Oktober: täglich 8.30 - 18.00 Uhr

15. Oktober bis 14. März: täglich 8.30 - 16.30 Uhr

Montags sind die Museen, das Archiv und die Bibliothek geschlossen. Die Open-air-Dokumentation „Mord und Massenmord im KZ Sachsenhausen”, der Gedenkort „Station Z” sowie das Besucherinformationszentrum sind geöffnet.

Archiv und Bibliothek: dienstags bis freitags von 9.00 - 15.30 Uhr