Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Wanderausstellung Gegen Diktatur – Demokratischer Widerstand in Deutschland. 1933 - 1945 // 1945 - 1989

Eine Ausstellung des Zentralverbandes demokratischer Widerstandskämpfer- und Verfolgtenorganisationen (ZDWV) und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand.
Text und Redaktion: Bernd Florath und Johannes Tuchel.
Gestaltung: Atelier Prof. Hans Peter Hoch, Baltmannsweiler.
31 Tafeln, 2 Multimedia-Terminals und 6 Leuchtstelen, Berlin 2003.

Informationen zur Ausstellung und Bedingungen für die Ausleihe

Inhalt

Deutschland war im zwanzigsten Jahrhundert erst durch die nationalsozialistische und anschließend die kommunistische Diktatur gezeichnet. Diese Diktaturen waren unterschiedlich, beide aber übten ideologischen Druck und staatlichen Terror aus, gegen den sich Menschen zur Wehr setzten.

Die Ausstellung „Gegen Diktatur – Demokratischer Widerstand in Deutschland” widmet sich jenen Menschen, die während des NS-Regimes und in der DDR der Willkürherrschaft widerstanden und mit höchstem persönlichem Risiko für Freiheit, Menschenrechte und Demokratie eintraten.

Ihr mutiges Handeln hat der Demokratie in Deutschland den Boden bereitet. Ihr Beispiel zeigt, dass weder Terror noch das Versprechen von „Volksgemeinschaft” oder „sozialistischen Errungenschaften” den Freiheitswillen ersticken können. Die auf sich gestellten Gegner der Diktatur haben Kompromisslosigkeit, eigenverantwortliche Handlungsbereitschaft und politisch-moralische Entscheidungsfähigkeit bewiesen. Sie haben die oft bitteren Konsequenzen auf sich genommen.

Die Ausstellung zeigt am Beispiel von Einzelschicksalen, wie und woran sich Opposition und Widerstand entzündeten. Biographien machen deutlich, was Menschen zu außergewöhnlich mutigem Einsatz trieb. Sie zeigen auch die Vielfalt oppositionellen Handelns und unter-schiedliche Strategien im Kampf mit der Allmacht des Staates.

Die dargestellten Lebenswege führen vor Augen, wie einsam und gefährdet die Oppositionellen inmitten der Normalität von Anpassung und Opportunismus waren. Sichtbar wird aber auch die große Solidarität jener wenigen, die zu ihnen hielten und sie unterstützten.

Die Ausstellung stellt auf 30 Tafeln Menschen vor, die auf verschiedene Weise aktiv wurden. Sie verteidigten ihre Freiräume und suchten sie auch für ihre Mitbürger zu erweitern, sie machten Verbrechen öffentlich. Sie schützten Verfolgte, sammelten Informationen und gaben geheime Nachrichten der Welt zur Kenntnis. Einige von ihnen zielten auf die politische Schwächung des Regimes, andere auf seinen Sturz. Georg Elser und Claus Schenk Graf von Stauffenberg scheiterten bei dem Versuch, den Tyrannen zu töten.

Während der Widerstand gegen den Nationalsozialismus keinen unmittelbaren Erfolg hatte, konnten die Oppositionellen in der DDR die Stabilität des kommunistischen Regimes kontinuierlich untergraben, bis es schließlich von den eigenen Bürgerinnen und Bürgern in der friedlichen Revolution des Herbstes 1989 gestürzt wird.

Unter den vorgestellten Persönlichkeiten finden sich bekannte Oppositionelle wie Carl von Ossietzky und Jürgen Fuchs, Helmuth Graf von Moltke und Rudolf Bahro, Claus Schenk Graf von Stauffenberg und Matthias Domaschk. Es erscheinen auch Menschen, die gegen beide Diktaturen Widerstand leisten wie Robert Havemann, Werner Rüdiger, Wilhelm Grothaus und Heinz Brandt. Dem Vergessen entrissen werden aber auch einige mutige Menschen, deren Namen nur wenigen bekannt sind, wie Johanna Kirchner und Irena Kukutz oder Felix Fechenbach und Heinrich Saar.

Begleitpublikationen zur Ausstellung

Annemarie Renger/Hans Koschnick: Gegen Diktatur – Demokratischer Widerstand in Deutschland. 1933–1945. 1945–1989. Reden zur Eröffnung der Ausstellung am 19. Juli 2003 in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand (Broschüre 16 Seiten)

CD-Rom mit den leicht modifizierten Inhalten der Internetpräsentation (www.gegen-diktatur.de) der Ausstellung und pädagogischem Begleitmaterial

Auf Anfrage können für Multiplikatoren der politischen Bildungsarbeit auch die Protokolle der Enquetekommissionen des 12 bzw. 13. Deutschen Bundestages solange der Vorrat reicht zur Verfügung gestellt werden:

„Materialien der Enquete-Kommission ‚Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland‘. (12. Wahlperiode des Deutschen Bundestages); neun Bände in 18 Teilbänden. Baden-Baden Nomos 1995” und

„Materialien der Enquete-Kommission ‚Überwindung der Folgen der SED-Diktatur im Prozeß der Deutschen Einheit‘. (13. Wahlperiode des Deutschen Bundestages) ; acht Bände in 14 Teilbänden. Baden-Baden Nomos 1999”

Internetpräsenz

Die Ausstellungsinhalte sind (mit einigen Modifikationen) im Internet präsent auf www.gegen-diktatur.de

Umfang und Ausleihbedingungen

Umfang

31 Tafeln (1 Einführungstafel und 30 thematische Tafeln) je 74 × 201,5 cm, Aludibond. Die Tafeln sind als Stellwände konzipiert und haben einen gleichschenkligen Winkel als Ständer (82,5 × 82,5 × 9 cm). Sie können nicht an eine Wand gehängt werden.
6 Leuchtstelen (je 25 × 25 × 182,5 cm)
2 Computerterminals (je 51 × 115,5 × 56 cm).

Die benötigte Ausstellungsfläche beträgt mindestens etwa 70 Quadratmeter.

Tafeln, Ständer, Leuchtstelen der Ausstellung sind jeweils in hölzernen Transportkisten verpackt. Die Kisten wiegen jeweils ca. 100–120 kg.

3 Kisten à 210 × 85 × 25 cm
6 Kisten à 120 × 90 × 110 cm
2 verschließbare Rollcontainer aus Stahlblech für die Computerterminals

Vom Entleiher zu tragende Kosten
Seitens der Gedenkstätte Deutscher Widerstand keine Leihgebühr
Kosten des Transports von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand zum Ausstellungsort und zurück einschließlich des Be- und Entladens in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Für den Transport ist ein Lastwagen von 4,5 Tonnen mit Hebebühne erforderlich!
Erneuerung von abgenutztem und beschädigtem Verpackungsmaterial durch den jeweiligen Entleiher vor Versand

Vom Entleiher zu beachten

Änderungen wie Zusätze oder Kürzungen der Ausstellung seitens der Entleiher und Veranstalter dürfen nur in Absprache und mit Genehmigung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand gemacht werden.

Für sämtliche Pressemitteilungen, Einladungen, Werbemaßnahmen und ähnliches ist folgende Formulierung verbindlich:

„Gegen Diktatur – Demokratischer Widerstand in Deutschland. 1933–1945. 1945–1989. Eine Ausstellung des Zentralverbandes demokratischer Widerstandskämpfer- und Verfolgtenorganisationen (ZDWV) und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand”

Anschrift und Öffnungszeiten

Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Stauffenbergstr. 13-14
10785 Berlin

Tel.: 030/2699 - 5000
Fax: 030/2699 - 5010
E-mail: info@gdw-berlin.de
Internet: http://www.gdw-berlin.de

Öffnungszeiten: Mo-Mi, Fr 9-18 Uhr, Do 9-20 Uhr, Sa, So und Feiertags 10-18 Uhr
Geschlossen am 23., 24., 25., 26., 31. 12.2007 und am 1.1.2008
Eintritt Frei

U-Bahnhof Kurfürstenstraße (10 Minuten Fußweg)
U-/S-Bahnhof Potsdamer Platz (10 Minuten Fußweg)
Bus  M 29, Haltestelle Gedenkstätte Deutscher Widerstand