Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

»Ich habe den Krieg verhindern wollen« – Georg Elser und das Attentat vom 8. November 1939.

Eine Dokumentation der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Zusammenarbeit mit dem Georg-Elser-Arbeitskreis Heidenheim und der Gemeinde Königsbronn.
Text und Redaktion: Peter Steinbach und Johannes Tuchel.
Gestaltung: Atelier Prof. Hans Peter Hoch, Baltmannsweiler.
2 Exemplare der Ausstellung zu 15 bzw. 18 Tafeln

Informationen zur Ausstellung und Bedingungen für die Ausleihe

Inhalt

Am 8. November 1939 versuchte der Schreiner Georg Elser, Hitler durch ein Attentat im Bürgerbräukeller zu töten und so die Ausweitung des am 1. September 1939 von Deutschland begonnenen Krieges zu verhindern. Seit Herbst 1938 plante Elser diese Tat gegen den Diktator. Nachdem Elser erfahren hatte, dass Hitler am 8. November 1939 zum Jahrestag des Hitlerputsches von 1923 im Münchener Bürgerbräukeller sprechen werde, verschaffte er sich Zugang zum Veranstaltungsraum und installierte dort in nächtelanger Arbeit einen Sprengkörper mit Zeitzünder. Hitler verließ am 8. November 1939 allerdings wenige Minuten vor der Explosion den Versammlungssaal. Elser wurde bereits eine Stunde davor in Konstanz, kurz bevor er in die Schweiz fliehen konnte, festgehalten und wegen seines verdächtigen Tascheninhalts der Gestapo übergeben. Nach langen Verhören gestand er Tage später das Attentat und seine Absicht, dadurch den Weg zu einem europäischen Frieden ebnen zu wollen. Er wurde im KZ Sachsenhausen, später im KZ Dachau gefangengehalten, wo er am 9. April 1945, vier Wochen vor Kriegsende, erschossen wurde.

Ebenso wie der Widerstand gegen den Nationalsozialismus nach 1945 heftig umstritten war und sich erst in den fünfziger Jahren in seiner Bedeutung für die politische Kultur der Bundesrepublik durchsetzen konnte, gehörte die Tat Elsers zu den Aspekten des Widerstandes, um die sich Jahre lang Gerüchte rankten. Nach 1945 wurde Georg Elser oftmals als Werkzeug der verschiedensten Auftraggeber diffamiert. Heute können seine Alleintäterschaft und seine politisch-moralische Motivation nicht mehr bezweifelt werden.

In der Ausstellung sind erstmals Bilder, die aus Privatbesitz stammen, zu sehen, die den Menschen Georg Elser in seinem lebensgeschichtlichen Umfeld zeigen. Die Planungen für das Attentat werden ebenso behandelt wie die Haft und die Diffamierung nach 1945. Die wissenschaftliche Grundlage bilden die Protokolle der Gestapo-Verhöre und neue Forschungsergebnisse der achtziger und neunziger Jahre.

Begleitpublikationen zur Ausstellung

„Ich habe den Krieg verhindern wollen” – Georg Elser und das Attentat vom 8. November 1939. Eine Dokumentation, Begleitheft zur Ausstellung, 24 Seiten und 15 Abbildungen, Berlin 1997

Peter Steinbach und Johannes Tuchel, „Ich habe den Krieg verhindern wollen” – Georg Elser und das Attentat vom 8. November 1939. Eine Dokumentation, Katalog zur Ausstellung, 112 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, Berlin 1997

Internetpräsenz

Die Ausstellungsinhalte sind (mit einigen Modifikationen) im Internet präsent auf http://www.georg-elser.de.

Umfang und Ausleihbedingungen

Umfang

Die Ausstellung existiert in 2 Exemplaren: Sie umfasst 15 bzw. 18 Tafeln (jede Tafel ist 2,15 Meter hoch, 1 Meter breit, 16 Millimeter stark, 14 Kilogramm schwer). Die Tafeln sind als Stellwände mit Bodenberührung konzipiert, haben ein gleichschenkliges Dreieck als rückseitige Stütze (1,25 X 0,38 Meter) und können nicht an eine Wand gehängt werden. Die benötigte Ausstellungsfläche beträgt – je nach Version der Ausstellung – mindestens etwa 60 bis 70 Quadratmeter.

Die Tafeln der Ausstellung sind jeweils einzeln in Noppenfolie verpackt und deren Ecken mit Kappen gesichert. Abgenutztes und beschädigtes Verpackungsmaterial ist vom jeweiligen Entleiher vor Versand zu erneuern.

Hinzu kommen – je nach Exemplar der Ausstellung – 6 bzw. 7 Mappen (Format: 43 X 34 X 8 cm) mit Dokumenten, die zum Lesen ausgelegt werden können: „Das Verhörprotokoll” I bis V und "Georg Elser und das Bürgerbräu-Attentat im Spiegel der Presse nach 1945" I bis II.

Der Entleiher ist verpflichtet, das von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand vorgegebene Impressum der Ausstellung (1 Blatt DIN A 4) innerhalb der Ausstellung an sichtbarer Stelle auszuhängen.

Vom Entleiher zu tragende Kosten

1. Seitens der Gedenkstätte Deutscher Widerstand keine Leihgebühr
2. Kosten des Transports von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand zum Ausstellungsort und zurück einschließlich des Be- und Entladens in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand
3. Erneuerung von abgenutztem und beschädigtem Verpackungsmaterial durch den jeweiligen Entleiher vor Versand

Vom Entleiher zu beachten

Änderungen wie Zusätze oder Kürzungen der Ausstellung seitens der Entleiher und Veranstalter dürfen nur in Absprache und mit Genehmigung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand gemacht werden.

Für sämtliche Pressemitteilungen, Einladungen, Werbemaßnahmen und ähnliches ist folgende Formulierung verbindlich:

„Ausstellung 'Ich habe den Krieg verhindern wollen' - Georg Elser und das Attentat vom 8. November 1939. Eine Dokumentation der Gedenkstätte Deutscher Widerstand Berlin in Zusammenarbeit mit dem Georg-Elser-Arbeitskreis Heidenheim und der Gemeinde Königsbronn”.

Der Entleiher ist verpflichtet, das von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand vorgegebene Impressum der Ausstellung (1 Blatt DIN A 4) innerhalb der Ausstellung an sichtbarer Stelle auszuhängen.

Anschrift und Öffnungszeiten

Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Stauffenbergstr. 13-14
10785 Berlin

Tel.: 030/2699 - 5000
Fax: 030/2699 - 5010
E-mail: info@gdw-berlin.de
Internet: http://www.gdw-berlin.de

Öffnungszeiten: Mo-Mi, Fr 9-18 Uhr, Do 9-20 Uhr, Sa, So und Feiertags 10-18 Uhr
Geschlossen am 23., 24., 25., 26., 31. 12.2007 und am 1.1.2008
Eintritt Frei

U-Bahnhof Kurfürstenstraße (10 Minuten Fußweg)
U-/S-Bahnhof Potsdamer Platz (10 Minuten Fußweg)
Bus  M 29, Haltestelle Gedenkstätte Deutscher Widerstand