Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Wanderausstellung Oda Schottmüller – Tänzerin, Bildhauerin, Nazigegnerin

Eine Dokumentation der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und des Deutschen Tanzarchivs Köln
Konzeption und Texte: Geertje Andresen und Dr. Hans Coppi
Redaktion: Petra Behrens, Mitarbeit: Susanne Brömel
Gestaltung: Karl-Heinz Lehmann
18 Fahnen
sowie ergänzend: 10 Fahnen zum Thema „Die Rote Kapelle”
© Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin 2006

Informationen zur Ausstellung und Bedingungen für die Ausleihe

Inhalt

Die Bildhauerin und Ausdruckstänzerin Oda Schottmüller (1905 – 1943) führte ihre beiden Berufe im Maskentanz zusammen. Sie entwickelte eine eigene Tanzästhetik und widersetzte sich mit ihren gesellschaftskritischen Choreographien der nationalsozialistischen Kulturpolitik. Ihre Beziehung zu dem Bildhauer Kurt Schumacher brachte sie in Kontakt mit dem Berliner Freundes- und Widerstandskreis um Harro Schulze-Boysen.

Im Spätsommer 1942 verhaftete die Gestapo über 120 Personen und ordnete sie dem Ermittlungskomplex „Rote Kapelle” zu. Oda Schottmüller wurde vorgeworfen, ihr Atelier für Funkversuche nach Moskau zur Verfügung gestellt zu haben. Obwohl ihr dies nicht nachgewiesen werden konnte, verurteilte das Reichskriegsgericht sie zum Tode. Am 5. August 1943 wurde Oda Schottmüller in Berlin-Plötzensee ermordet.

In Kooperation mit dem Deutschen Tanzarchiv Köln konnte Geertje Andresen den Nachlass von Oda Schottmüller auswerten. Daraus entstanden eine Publikation und in Zusammenarbeit mit Hans Coppi diese Wanderausstellung. Sie präsentiert anhand beeindruckender Fotos auf 18 Fahnen die Biographie und das künstlerische Schaffen von Oda Schottmüller und informiert über ihre Kontakte zu Gegnern des NS-Regimes

Ergänzend kann eine von Dr. Hans Coppi erarbeitete Dokumentation über die Widerstandskreise um Harro Schulze-Boysen und Arvid Harnack, der sogenannten Roten Kapelle, entliehen werden. Durch persönliche Kontakte bildete sich 1940/41 ein loses Netzwerk von sieben Berliner Freundes-, Diskussions- und Schulungskreisen heraus, deren Widerstandsaktivitäten auf 10 Fahnen dokumentiert werden.

Begleitpublikation zur Ausstellung

Geertje Andresen: Die Tänzerin, Bildhauerin und Nazigegnerin Oda Schottmüller (1905 – 1943), Berlin 2005, ISBN 3-936872-58-

Umfang und Ausleihbedingungen

Umfang

Oda Schottmüller – Tänzerin, Bildhauerin, Nazigegnerin
18 Fahnen zum Hängen (Format: 88 cm breit und 156 cm hoch), gerollt und verpackt
Rote Kapelle
10 Fahnen zum Hängen (Format: 88 cm breit und 156 cm hoch), gerollt und verpackt

Vom Entleiher zu tragende Kosten

1. Seitens der Gedenkstätte Deutscher Widerstand keine Leihgebühr
2. Kosten des Transports von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand zum Ausstellungsort und zurück einschließlich des Be- und Entladens in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand
3. Erneuerung von abgenutztem und beschädigtem Verpackungsmaterial durch den jeweiligen Entleiher vor Versand

Vom Entleiher zu beachten

Änderungen wie Zusätze oder Kürzungen der Ausstellung seitens der Entleiher und Veranstalter dürfen nur in Absprache und mit Genehmigung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand gemacht werden.

Für sämtliche Pressemitteilungen, Einladungen, Werbemaßnahmen und ähnliches ist folgende Formulierung verbindlich:

„Oda Schottmüller – Tänzerin, Bildhauerin, Nazigegnerin. Eine Ausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und des Deutschen Tanzarchivs Köln”

bzw.

„Die Rote Kapelle. Eine Ausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand”

Anschrift und Öffnungszeiten

Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Stauffenbergstr. 13-14
10785 Berlin

Tel.: 030/2699 - 5000
Fax: 030/2699 - 5010
E-mail: info@gdw-berlin.de
Internet: http://www.gdw-berlin.de

Öffnungszeiten: Mo-Mi, Fr 9-18 Uhr, Do 9-20 Uhr, Sa, So und Feiertags 10-18 Uhr
Geschlossen am 23., 24., 25., 26., 31. 12.2007 und am 1.1.2008
Eintritt Frei

U-Bahnhof Kurfürstenstraße (10 Minuten Fußweg)
U-/S-Bahnhof Potsdamer Platz (10 Minuten Fußweg)
Bus  M 29, Haltestelle Gedenkstätte Deutscher Widerstand