Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Schwerpunkte der Bildungsarbeit

Anne-Frank-Zentrum

Das Anne-Frank-Zentrum bietet verschiedene Projekttage für Schulklassen ab der 5. Klasse an, die in Auseinandersetzung mit der Biografie Anne Franks einen Einstieg in die Themen Antisemitismus, Judenverfolgung und Holocaust ermöglichen. Außerdem können sich Jugendliche und Erwachsene auf einen Stadtrundgang durch die historische Spandauer Vorstadt mit den Spuren jüdischen Lebens beschäftigen. Auch Fortbildungen für Lehrkräfte und Multiplikatoren/innen werden angeboten.

Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas bietet Führungen und Workshops sowie Projekttage im Videoarchiv an. Der thematische Schwerpunkt des Angebots liegt auf dem Kennenlernen der Abläufe und der Strukturen der Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden. Zur Auswahl stehen aber auch Workshops, welche die Verfolgung der „homosexuellen” Opfer des Nationalsozialismus oder die Verfolgung und Ermordung der Sinti und Roma zum Thema haben. Außerdem beschäftigt sich das Denkmal mit der deutschen Erinnerungs- und Gedenkkultur. Das Bildungsangebot ist für Schüler/innen ab der 9. Klasse geeignet.

Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst

Das pädagogische Angebot des Museums umfasst thematisch die deutsch-sowjetischen Beziehungen von 1917 bis 1990. Als historischer Ort der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945 liegt der Schwerpunkt auf dem Deutsch-Sowjetischen Krieg 1941 bis 1945. Das Bildungsprogramm richtet sich an Jugendliche und Erwachsene und umfasst Führungen, Vorträge, Seminare und Projekttage. Auch Fortbildungen für Lehrer/innen sind im Angebot.

Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide

Das Dokumentationszentrum befindet sich auf dem Gelände eines ehemaligen Zwangsarbeiterlagers. Ausgehend von dessen Geschichte können sich die Besucher anhand verschiedener Angebote über die Zwangsarbeit im Nationalsozialismus informieren. Das Bildungsangebot richten sich an Erwachsenen-, Schüler- und Jugendgruppen (ab Sekundarstufe I), Auszubildende und Studenten.

Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz

Das Haus der Wannsee-Konferenz ist ein Ort der Täter, besitzt aber eine breit angelegte Ausstellung, die sich auch die Auswirkungen der Verbrechen auf die Opfer verdeutlicht. Es bietet Studientage und Seminare für Jugendliche und Erwachsene zu den Themenbereichen Judentum und jüdisches Leben in Europa vor 1933, Juden unter nationalsozialistischer Herrschaft, Herrschaft und Alltag im Nationalsozialismus, Planung und Organisation des Völkermordes und Nachwirkungen des NS-Regimes in Politik und Gesellschaft seit 1945 an. Zudem werden berufsspezifische Seminare (insbesondere für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den verschiedenen Institutionen des öffentlichen Dienstes, z. B. der Justiz, der Kommunalverwaltung, der Finanz-, Gesundheits- und Sozialbehörden, dem Militär und der Polizei) sowie Seminare für Lehramtsanwärter und Lehrer/innen durchgeführt.

Gedenkstätte für die Opfer der „Euthanasie“-Morde

Die Gedenkstätte bietet, als historischer Ort der „Euthanasie“-Morde individuell angepasste Führungen und Projekttage an. Schülerinnerinnen und Schüler sowie Auszubildende und Examinierte medizinischer Berufe setzten sich mit der nationalsozialistischen Politik im Gesundheitswesen, insbesondere der Zwangssterilisierungen und der „Euthanasie“ auseinander. Eigenständiges Lernen unter pädagogischer Anleitung steht dabei im Vordergrund.

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand bietet nach vorheriger Anmeldung für Gruppen Führungen durch ausgewählte Bereiche der ständigen Ausstellung sowie halb-, ganz- und mehrtägige Seminare zu verschiedenen Aspekten des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus an. Das Angebot richtet sich an Schüler/innen ab der 8. Jahrgangsstufe, Auszubildende, Studierende, verschiedene Erwachsenengruppen und Multiplikatoren/innen.

Gedenkstätte Stille Helden

Die Gedenkstätte erinnert an jene Menschen, die während der nationalsozialistischen Diktatur verfolgten Juden beistanden. Das Beispiel der vielfach als „stille Helden” bezeichneten Helferinnen und Helfer zeigt, dass es auch im nationalsozialistischen Deutschland Möglichkeiten gab, Handlungsräume zu nutzen und Verfolgte zu retten. Die Gedenkstätte bietet nach Absprache kostenfrei Führungen und Seminare bzw. Projekttage in deutscher und englischer Sprache an. Das Angebot richtet sich an Schüler/innen ab der 9. Jahrgangsstufe, an Auszubildende, Studierende, verschiedene Erwachsenengruppen und Multiplikatoren/innen.

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Die Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen deckt in ihren pädagogischen Angebot (Führungen, Projektarbeit, Workcamps) verschiedene Themenbereiche zur Geschichte des KZ Sachsenhausen 1936/1945 ab. Thematische Schwerpunkte sind außerdem das KZ Oranienburg 1933/34, das Sowjetischen Speziallager Nr. 7/ Nr. 1, 1945/50, sowie die Nationale Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen 1961-1990. Zielgruppen der pädagogischen Arbeit sind Schüler/innen, Jugendliche, Auszubildende, Studierende und Multiplikatoren/ innen. Für Mehrtagesprojekte und Seminare steht die Internationale Jugendbegegnungsstätte Sachsenhausen zur Verfügung.

Internationale Jugendbegegnungsstätte - Jugendherberge Sachsenhausen „Haus Szczypiorski"

Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Die Gedenkstätte Ravensbrück und die Internationale Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück bieten in ihren pädagogischen Angeboten (verschiedene Führungsangebote, Tages- und Mehrtagesprojekte, Jugendbegegnungen und Workcamps) vielfältige Möglichkeiten, sich aktiv mit der Geschichte des Lagerkomplexes Ravensbrück auseinanderzusetzen. Thematische Schwerpunkte sind die Geschichte des Frauen-Konzentrationslagers, des sogenannten „Jugendschutzlagers Uckermark”, des Männerlagers und des „Siemens-Lagers”, sowie die Geschichte der Gedenkstätte seit ihrer Gründung 1959. Zielgruppen der pädagogischen Arbeit sind Schüler/innen, Jugendliche, Auszubildende, Studierende und Multiplikatoren/ innen. Für Mehrtagesprojekte und Seminare steht die Internationale Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück mit ihrer Jugendherberge zur Verfügung.

Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt

Das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt bietet nach vorheriger Absprache kostenfreie Führungen in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Hebräisch und Türkisch sowie, in Kooperation mit dem benachbarten Anne-Frank-Zentrum, kostenpflichtige Projektführungen und Projekttage an. Das Angebot richtet sich an Schüler/innen ab der 5. Jahrgangsstufe, an Auszubildende, verschiedene Erwachsenengruppen und Multipliktator/innen. Führungen sind auch für Rollstuhlfahrer, Blinde und in Gebärdensprache möglich.

Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald

Das Museum des Todesmarsches Below bietet Führungen und Projektarbeit zum Evakuierungsmarsch der Häftlinge aus dem KZ Sachsenhausen nach Nordwesten im April/Mai 1945 an, bei dem Hunderte unterwegs starben oder von der SS erschossen wurden. Das Angebot zur historisch-politischen Bildung bestehen aus unterschiedlichen Bausteinen, die passend für die jeweilige Gruppe zusammengestellt werden können. Aufgrund von zahlreichen regionalen Bezügen bietet sich vor allem auch für Schulklassen aus der Region ein Besuch an.

Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden

Die Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden bietet individuell angepasste Führungen und Projekttage zum Thema Justiz und Strafvollzug in der Weimarer Republik, dem Nationalsozialismus und der DDR. Die Kontrastierung des Umgangs mit Menschenrechten in den verschiedenen politischen Systemen bildet die Chance zur Demokratie- und Menschenrechtserziehung im Kontext politisch-historischer Bildung.

Topographie des Terrors

Die Topographie des Terrors bietet als Ort der Täter (Reichsicherheitshauptamt, Gestapo und SS) die Gelegenheit einer differenzierten Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Terrorpolitik und ihren Folgen bis in die Gegenwart. Die Beschäftigung mit den Tätern, ihren Motiven und ihrem Handeln stehen im Mittelpunkt. Darüber hinaus wird der Frage nachgegangen, welche Auswirkungen der NS-Terror auf das Leben der Bevölkerung hatte, wie er die Lebensumstände, das Denken und die Handlungsmöglichkeiten veränderte. Das Bildungsangebot wendet sich an Erwachsenen-, Schüler- und Jugendgruppen ebenso wie an Studenten und unterschiedliche Berufsgruppen.