Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas

Lange wurde der Völkermord an den als „Zigeunern” verfolgten europäischen Sinti und Roma (der „Porajmos”) in der Öffentlichkeit kaum beachtet. 1992 beschloss die Bundesregierung die Errichtung eines nationalen Denkmals, dessen Bau sich durch Meinungsverschieden-heiten der Opferverbände über die Widmung verzögerte. Das Denkmal des israelischen Künstlers Dani Karavan wurde schließlich am 24. Oktober 2012 eröffnet und ist für die Öffentlich zugänglich. Es besteht aus einem Brunnen mit einem versenkbaren Stein, auf den täglich eine frische Blume gelegt werden soll. Statt einer Inschrift wird aus dem Gedicht „Auschwitz” des Italieners Santino Spinelli, selbst Angehöriger der Roma, zitiert: „Eingefallenes Gesicht / erloschene Augen / kalte Lippen / Stille / ein zerrissenes Herz / ohne Atem / ohne Worte / keine Tränen.” Darüber hinaus informieren Tafeln über Ausgrenzung und Massenmord an dieser Minderheit in ganz Europa während der nationalsozialistischen Terrorherrschaft.

Anschrift und Öffnungszeiten

Das Denkmal befindet sich im Tiergarten, südlich der Scheidemannstraße, gegenüber vom Reichstag.