Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen

Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen entstand nach dem Entwurf des dänisch-norwegischen Künstlerduos Michael Elmgreen und Ingar Dragset. Den Anstoß für diesen Gedenkort gaben der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) und die Initiative „Der homosexuellen NS-Opfer gedenken”.

Bereits 1935 ordneten die Nationalsozialisten die umfassende Kriminalisierung männlicher Homosexualität an. Dazu wurden die im § 175 des Strafgesetzbuches vorgesehenen Bestimmungen gegen homosexuelles Verhalten erheblich verschärft und ausgeweitet. Bereits ein Kuss unter Männern konnte zu Verfolgung führen. § 175 bedeutete Gefängnis oder Zuchthaus. Es gab über 50.000 Verurteilungen. Teilweise konnten die NS-Behörden die Kastration Verurteilter erzwingen. Mehrere tausend Schwule wurden wegen ihrer Homosexualität in Konzentrationslager verschleppt. Ein großer Teil von ihnen überlebte die Lager nicht.

Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen wurde auf Beschluss des Deutschen Bundestages aus dem Jahr 2003 gebaut. Es soll die verfolgten und ermordeten Opfer ehren, die Erinnerung an das Unrecht wachhalten sowie ein beständiges Zeichen gegen Intoleranz, Feindseligkeit und Ausgrenzung gegenüber Lesben und Schwulen setzen.

Der Unterhalt des Denkmals wird aus dem Etat des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien finanziert. Das Land Berlin hat das Grundstück zur Verfügung gestellt. Die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas übernimmt die weitere Betreuung des Gedenkortes.

 

www.gedenkort.de – Initiative „Der homosexuellen NS-Opfer gedenken”
www.homo-denkmal.de – Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen

www.berlin.lsvd.de – Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD), Landesverband Berlin-Brandenburg e.V.

 

Anschrift und Öffnungszeiten

Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen

Ebertstraße / Ecke Hannah-Arendt-Straße, 10117 Berlin

Das Denkmal ist jederzeit zugänglich.

Besucherservice

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