Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

75 Jahre Erinnerung an die Gewalt gegen die deutschen Juden im November 1938 zwischen Bagatellisierung, Staatsgedenken und Solidarität

19.11.2013, 19 Uhr
Vortrag

Pogrom und Gedächtnis – 75 Jahre Erinnerung an die Gewalt gegen die deutschen Juden im November 1938 zwischen Bagatellisierung, Staatsgedenken und Solidarität

Dienstag, 19. November 2013,
19 Uhr

Vortrag: Dr. Harald Schmid
Moderation: Dr. Ulrich Baumann

(Begleitprogramm zur Ausstellung „Es brennt! 75 Jahre nach den Novemberpogromen 1938”, 8. November 2013 bis 2. März 2014)
(In Kooperation mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum)

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden im Deutschen Reich weit über 1.200 Synagogen in Brand gesetzt und tausende Geschäfte jüdischer Unternehmer zerstört und geplündert. Nahezu 100 Menschen wurden während der nationalsozialistischen Ausschreitungen ermordet, etwa 30.000 jüdische Männer in den Tagen danach in Konzentrationslager verschleppt.
In seinem Vortrag beschreibt Harald Schmid die Ereignisse des 9./10. November 1938 und berichtet über die Welle der Gewalt gegen die deutschen Juden. Schmid lenkt den Blick ebenso auf das frühe Nachkriegsgedenken der Opfer wie auf die öffentliche und staatliche Erinnerung an die Novemberpogrome in der BRD und der DDR und analysiert die politische Bedeutung des Gedenktages bis in die Gegenwart.

Harald Schmid, 1964 geboren, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten. Zu den Arbeitsgebieten des Politikwissenschaftlers und Zeithistorikers gehören die Geschichtspolitik und Erinnerungskultur in der BRD und DDR. Er hat zahlreiche Publikationen vorgelegt, darunter Erinnern an den „Tag der Schuld”. Das Novemberpogrom von 1938 in der deutschen Geschichtspolitik (2001) und Der National­sozialismus – Die zweite Geschichte. Überwindung – Deutung – Erinnerung (2009, hg. mit Peter Reichel und Peter Steinbach).

Ulrich Baumann, 1967 geboren, ist stellvertretender Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Er ist Kurator der Ausstellung „Es brennt!”, die 2008/09 in einer ersten Fassung im Centrum Judaicum zu sehen war.


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