Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Die Verfolgung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus

05.02.2013, 19 Uhr
Vortrag

Die Verfolgung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus

Dienstag, 5. Februar 2013,
19 Uhr

Zigeunerverfolgung im Rheinland und in Westfalen 1933–1945. Geschichte, Aufarbeitung und Erinnerung (2012)
Dr. Karola Fings, Köln

Die Verfolgung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus (2012)
Dr. Thomas Rahe, Lohheide

Moderation: Prof. Dr. Andreas Nachama, Berlin


In der Geschichtsschreibung und in der deutschen Erinnerungskultur ist die national­sozialistische Verfolgung der Sinti und Roma erst relativ spät berücksichtigt worden. Mit zwei aktuellen Publikationen werden neueste Forschungsergebnisse zum Thema präsentiert. In dem von Karola Fings und Ulrich F. Opfermann herausgegebenen Sammelband Zigeunerverfolgung im Rheinland und in Westfalen 19331945. Geschichte, Aufarbeitung und Erinnerung (2012) wird das Ausmaß von Verfolgung und Vernichtung lokal und regional untersucht. Das Buch ist zugleich als Nachschlagewerk konzipiert, um das Thema für die Öffentlichkeit und die Bildungsarbeit zu erschließen. Das von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme herausgegebene neue Themenheft Die Verfolgung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus (= Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung in Norddeutschland, H. 14, 2012) nimmt am Beispiel der Konzentrationslager Bergen-Belsen, Mittelbau-Dora, Moringen und Ravensbrück das kollektive Schicksal der Sinti und Roma als Häftlingsgruppe in den Blick. Weitere Beiträge widmen sich dem „Zigeunerlager” Berlin-Marzahn und der „Deutungsmacht der Täter”, die mit der Fortführung der „Landfahrerkarteien“ und der Stigmatisierung der „Zigeuner” auch im Nachkriegsdeutschland fortbestand.

Karola Fings, 1962 geboren, ist stellvertretende Direktorin des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln und Lehrbeauftragte an der Universität zu Köln. Die Historikerin hat zahlreiche Veröffentlichungen zur NS-Verfolgung von Sinti und Roma vorgelegt.

Thomas Rahe, 1957 geboren, ist wissenschaftlicher Leiter der Gedenkstätte Bergen-Belsen. Der Historiker hat zahlreiche Beiträge zur NS-Verfolgungsgeschichte und ihren Folgen veröffentlicht. Für das vorliegende Themenheft 14 übernahm er die Redaktionsleitung.

Andreas Nachama ist Geschäftsführender Direktor der Stiftung Topographie des Terrors.

Topographie des Terrors. Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt
in der Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Straße
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