Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Ständige Konferenz: „‹Machtergreifung›, Zwangssterilisation, Mutterkreuz ─ Vorstufen zur Krankenmordaktion”

03.06.2013, 19 Uhr
Podiumsdiskussion

Ständige Konferenz: „‹Machtergreifung›, Zwangssterilisation, Mutterkreuz ─ Vorstufen zur Krankenmordaktion”

Montag, 3. Juni 2013,
19 Uhr,
in der Hörsaalruine, Berliner Medizinhistorisches Museum, Gelände der Charité (Hörsaalruine), Virchowweg 16, 10117 Berlin


Zum Thema
Die Nationalsozialisten strebten nach einer idealen deutschen »Volksgemeinschaft«, die nicht nur »arisch«, schön und gesund sein musste, sondern sich auch rasch vermehren sollte. Daher war der Mutterkult fester Bestandteil dieser Familienpolitik. Allerdings ermunterte die Regierung keineswegs alle Frauen zum Gebären. Kurz nach der Machtübernahme im Jahr 1933 verabschiedete die neue Regierung das »Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses« (GzVeN), womit Zwangssterilisationen und später auch -abtreibungen legalisiert wurden. Fortan stand die Zeugung »rassisch« und »erbbiologisch wertvoller« Menschen im Mittelpunkt der nationalsozialistischen Sexualpolitik. Nach dem GzVeN machten Ärzte bis 1945 etwa 400.000 Frauen und Männer unfruchtbar – insbesondere »geistig-seelisch« Kranke und sozial Unangepasste waren in hohem Maße betroffen.
Aus Anlass des entstehenden Gedenk- und Informationsorts für die Opfer der nationalsozialistischen »Euthanasie«-Morde in Berlin 2014 werden in der Podiumsdiskussion die Anfänge der Bevölkerungspolitik von »Auslese« und »Ausmerze« ab 1933 sowie die Maßnahmen diskutiert.


PROGRAMM

Begrüßung
Prof. Dr. med. Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender Charité – Universitätsmedizin Berlin

Podium
Dr. Astrid Ley, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Dr. Susanne Doetz, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte der Medizin an der Charité – Universitätsmedizin Berlin

Moderation
Prof. Dr. Johannes Tuchel, Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand,
Vorsitzender Ständige Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum (2013)


Bitte melden Sie sich bis zum 30. Mai 2013 für die Podiumsdiskussion bevorzugt per E-Mail (staendigekonferenz@orte-der-erinnerung.de) oder per Fax (030/26 39 43 -20) an. Die Platzzahl ist begrenzt.

Einladungskarte als PDF-Datei

in der Hörsaalruine,
Berliner Medizinhistorisches Museum, Gelände der Charité,
Virchowweg 16,
10117 Berlin