Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

„Zwischen Resozialisierung und ‚Ausmerze‘“ - Buchvorstellung zur Geschichte des Strafvollzugs in Brandenburg an der Havel zwischen 1920 und 1945

27.11.2013, 19 Uhr
Buchpräsentation

„Zwischen Resozialisierung und ‚Ausmerze‘“ - Buchvorstellung zur Geschichte des Strafvollzugs in Brandenburg an der Havel zwischen 1920 und 1945 mit Justizminister Dr. Volkmar Schöneburg

Mittwoch, 27. November 2013,
19 Uhr

Veranstaltungsort: Geschäftsstelle der Freien Volksbühne Berlin e. V.
Ruhrstraße 6, 10709 Berlin
Die Kontinuitäten und Brüche beim Strafvollzug in Brandenburg an der Havel von der Weimarer Republik zum Nationalsozialismus sind das Thema der Dissertation von Dr. Sylvia de Pasquale, die kürzlich als Band 8 in der Reihe „Forschungsbeiträge und Materialien“ der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten erschienen ist. Die Autorin wird das Buch am Mittwoch, 27. November 2013, um 19 Uhr in der Geschäftsstelle der Freien Volksbühne e. V. in Berlin vorstellen. Im Anschluss an die Begrüßung durch Stiftungsdirektor Prof. Dr. Günter Morsch wird der brandenburgische Justizminister Dr. Volkmar Schöneburg, der zu dem Buch ein Geleitwort beigesteuert hat, ein Grußwort sprechen. Dazu laden wir alle Interessierten ein. Der Eintritt ist frei.

Während bereits seit 2005 eine Forschungsarbeit zur Geschichte des Zuchthauses in der Zeit der DDR vorliegt, ist die Studie mit dem Titel „Zwischen Resozialisierung und ‚Ausmerze‘. Strafvollzug in Brandenburg an der Havel (1920-1945)“ die erste umfassende Darstellung der Geschichte des ehemaligen Zuchthauses Brandenburg-Görden in der NS-Zeit. Nachdem Brandenburg bisher vor allem als einer der quantitativ bedeutendsten Hinrichtungsorte der NS-Justiz thematisiert wurde, richtet Sylvia de Pasquale den Blick auf den Strafvollzug. Die Autorin stützt sich dabei auf die Auswertung von Gefangenenpersonal- und Verwaltungsakten sowie von Erinnerungsberichten. Sie zeigt am Beispiel des Zuchthauses Brandenburg-Görden, dass sich der Strafvollzug im „Dritten Reich“ willig und widerstandslos, zum Teil sogar mit Übereifer, in die Strukturen des NS-Terrors einpasste. Die Historikerin Dr. Sylvia de Pasquale ist seit Anfang 2013 Leiterin der Gedenkstätten Brandenburg an der Havel. Neben der Gedenkstätte im Todestrakt des ehemaligen Zuchthauses in Brandenburg-Görden gehört dazu auch die Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde in Brandenburg am Nicolaiplatz.
Buchvorstellung „Zwischen Resozialisierung und ‚Ausmerze‘. Strafvollzug in Brandenburg an der Havel (1920-1945)“
Begrüßung und Moderation: Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Grußwort: Dr. Volkmar Schöneburg, Minister der Justiz des Landes Brandenburg
Vortrag und Diskussion mit der Autorin Dr. Sylvia de Pasquale, Leiterin der Gedenkstätten Brandenburg an der Havel

Anmeldung erbeten: Tel. 03381/7935112, E-Mail brandenburg@stiftung-bg.de

Information: www.stiftung-bg.de

Geschäftsstelle der Freien Volksbühne Berlin e. V.
Ruhrstraße 6, 10709 Berlin