Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Antisemitismus in Deutschland und Europa (1879–1945). Versuch einer Bilanz

13.06.2017, 19 Uhr
Podiumsdiskussion

Antisemitismus in Deutschland und Europa (1879–1945). Versuch einer Bilanz


Dienstag, den 13. Juni 2017, um 19 Uhr
in der Topographie des Terrors

Podiumsgespräch
Prof. Dr. François Guesnet, London
Prof. Dr. Werner Bergmann, Berlin
Prof. Dr. Ulrich Wyrwa, Berlin

Moderation
Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum, Leiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin

Kontroversen um Holocaust-Rezeption und antisemitische Vorfälle in Deutschland sowie in anderen europäischen Staaten zeigen, dass diese Themenfelder noch immer aktuell sind, auch, dass der Bundestag Expertenkommissionen beruft, um diesen Problemen zu begegnen. Die nun endende Vortragsreihe hat sich hingegen nicht mit den aktuellen, sondern mit den Formen des Antisemitismus vom späten 19. Jahrhundert bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs auseinandergesetzt. Im Podiumsgespräch wird die unterschiedliche Ausprägung der in weiten Teilen Europas verbreiteten neuen Form von Judenfeindschaft – als politische Bewegung, soziales Vorurteil und kulturelle Einstellung – in dieser Zeit bilanziert. Im Zentrum steht die Frage, warum der Antisemitismus gerade in Deutschland zum Völkermord an den europäischen Juden führte. Erörtert wird auch, welche Bedeutung dem Holocaust und dem Antisemitismus für die europäische Geschichte und die historische Selbstverständigung Europas zukommt.

François Guesnet ist Reader am Department of Hebrew and Jewish Studies am University College London. Zu seinen aktuellen Veröffentlichungen zählt der Band Antisemitism in an Era of Transition: Continuities and Impact in Post-Communist Poland and Hungary (2014, hg. mit Gwen Jones).

Werner Bergmann, Soziologe, ist Professor a.D. für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin.

Ulrich Wyrwa
, Historiker, ist Professor am Zentrum für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin.

Werner Bergmann und Ulrich Wyrwa waren Leiter der internationalen Doktorandenkollegien zum Antisemitismus in Europa (1879–1914/1914–1923) am ZfA und sind Herausgeber der Schriftenreihe Studien zum Antisemitismus in Europa. Gemeinsam haben sie 2011 den Band Antisemitismus in Zentraleuropa. Deutschland, Österreich und die Schweiz vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart vorgelegt.

- Eintritt frei -
Eine Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe Antisemitismus in Europa (1879-1945)

Topographie des Terrors. Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt
in der Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Straße
Niederkirchnerstraße 8
10963 Berlin-Kreuzberg

Tel.: +49(0)30-25 45 09-50
Fax: +49(0)30-25 45 09-55

E-Mail: ausstellung@topographie.de
Internet: www.topographie.de

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