Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

»erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus«

13.06.2017, 18 Uhr
Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße Potsdam
Ausstellungseröffnung

»erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus«


Dienstag, den 13. Juni 2017, um 18 Uhr
in der Gedenkstätte Lindenstraße Potsdam

Begrüßung
Uta Gerlant

Eröffnungsvortrag
Prof. Dr. med. Dr. rer. soc. Frank Schneider, Aachen

Die Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße zeigt vom 13. Juni bis zum 3. August 2017 die Wanderausstellung »erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus«. Bis zu 400.000 Menschen wurden in Deutschland und den besetzten Gebieten zwischen 1933 und 1945 zwangssterilisiert, mehr als 200.000 Menschen wurden ermordet.

Die Ausstellung richtet sich gezielt an ein breites Publikum: Sie greift die Frage nach dem Wert des Lebens als zentralen Punkt auf und beschäftigt sich mit den ideologischen und institutionellen Voraussetzungen der Morde. Anhand von zahlreichen Biografien und Dokumenten thematisiert sie die Verflechtung von Ausgrenzung und Zwangssterilisationen an Pflegebedürftigen bis hin zum Massenmord und nimmt auch die Täter – Ärzte, Pflegende und Funktionäre – in den Blick. Gleichzeitig beleuchtet sie die Auseinandersetzung mit dem Geschehen von 1945 bis heute.

Im Saal der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße tagte von 1934-1945 das Potsdamer Erbgesundheitsgericht, mehr als 3.300 Menschen wurden hier zur Zwangssterilisation verurteilt. Die Ausgrenzung und Verfolgung im Nationalsozialismus war damit jedoch keinesfalls beendet. Wieviele der in Potsdam zur Zwangssterilisation Verurteilten dem Mordprogramm T4 zum Opfer fielen, ist noch nicht bekannt.

Die Wanderausstellung der DGPPN wurde im Jahr 2014 im Deutschen Bundestag unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident a.D. Joachim Gauck eröffnet, und entstand in Kooperation mit den Stiftungen Denkmal für die ermordeten Juden Europas und Topographie des Terrors. Seitdem ist sie national und international an zahlreichen Orten zu sehen.

Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße
Lindenstraße 54
14467 Potsdam
Telefon 0331 289 6136
Fax 0331 289 6137
info@gedenkstaette-lindenstrasse.de

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr
An Veranstaltungstagen 10-19 Uhr