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Zu den ersten Opfern der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik gehörten behinderte Menschen. Mehr als 70.000 Patienten deutscher Heil- und Pflegeanstalten wurden 1940/41 als „lebensunwert” definiert und in eigens dafür eingerichteten Tötungsanstalten ermordet – beschönigend auch „Euthanasie” (griech. schöner Tod) genannt. Aufgrund öffentlicher Unruhe brach die SS das organisierte Töten ab, Anstaltsärzte mordeten aber in eigener Initiative weiter. In der Tiergartenstraße 4 befand sich die Zentrale für die Organisation, die 1940–1945 unter dem Decknamen „T4”-Aktion den Massenmord initiierte, koordinierte und durchführte. Seit 1987 erinnert an das Verbrechen eine Skulptur des US-amerikanischen Künstlers Richard Serra, die ursprünglich als Kunstwerk für eine Ausstellung im Martin- Gropius-Bau geschaffen worden war. 1989 folgte eine Gedenkplatte für die Opfer. 2008/09 stand dort das Denkmal der Grauen Busse der deutschen Künstler Horst Hoheisel und Andreas Knietz. Diskussionen über den zukünftigen Umgang mit dem historischen Gelände sind im Gange.
Die Gedenkzeichen befinden sich in der Tiergartenstraße, hinter der Philharmonie. Sie sind allgemein zugänglich.