Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg
24.04.2013

Veranstaltung der Ständigen Konferenz, Podiumsdiskussion

„‹Machtergreifung›, Zwangssterilisation, Mutterkreuz ─ Vorstufen zur Krankenmordaktion”

 

Montag, 3. Juni 2013,

19 Uhr,

in der Hörsaalruine, Berliner Medizinhistorisches Museum, Gelände der Charité, Virchowweg 16, 10117 Berlin

 

Zum Thema

Die Nationalsozialisten strebten nach einer idealen deutschen »Volksgemeinschaft«, die nicht nur »arisch«, schön und gesund sein musste, sondern sich auch rasch vermehren sollte. Daher war der Mutterkult fester Bestandteil dieser Familienpolitik. Allerdings ermunterte die Regierung keineswegs alle Frauen zum Gebären. Kurz nach der Machtübernahme im Jahr 1933 verabschiedete die neue Regierung das »Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses« (GzVeN), womit Zwangssterilisationen und später auch -abtreibungen legalisiert wurden. Fortan stand die Zeugung »rassisch« und »erbbiologisch wertvoller« Menschen im Mittelpunkt der nationalsozialistischen Sexualpolitik. Nach dem GzVeN machten Ärzte bis 1945 etwa 400.000 Frauen und Männer unfruchtbar – insbesondere »geistig-seelisch« Kranke und sozial Unangepasste waren in hohem Maße betroffen.

Aus Anlass des entstehenden Gedenk- und Informationsorts für die Opfer der nationalsozialistischen »Euthanasie«-Morde in Berlin 2014 werden in der Podiumsdiskussion die Anfänge der Bevölkerungspolitik von »Auslese« und »Ausmerze« ab 1933 sowie die Maßnahmen diskutiert.

 

 

PROGRAMM

 

Begrüßung

Prof. Dr. med. Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender Charité – Universitätsmedizin Berlin

 

Podium

Dr. Astrid Ley, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Dr. Susanne Doetz, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte der Medizin an der Charité – Universitätsmedizin Berlin

 

Moderation

Prof. Dr. Johannes Tuchel, Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand,
Vorsitzender Ständige Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum (2013)

 

 

Bitte melden Sie sich bis zum 30. Mai 2013 für die Podiumsdiskussion bevorzugt per E-Mail (staendigekonferenz@orte-der-erinnerung.de) oder per Fax (030/26 39 43 -20) an. Die Platzzahl ist begrenzt.

 

Einladungskarte als PDF-Datei

23.04.2013

Neue Sonderausstellung in der Topographie des Terrors ab 22.Mai

„Zwischen den Zeilen? Zeitungspresse als NS-Machtinstrument”

 

Ab 22. Mai wird im Sonderausstellungsbereich eine Ausstellung zeigen, wie die NS-Diktatur die deutsche Presselandschaft veränderte, und fragen, welche Denk- und Handlungsspielräume es für Verleger, Journalisten und Leser gab. Ab August ist ein begleitendes Vortragsprogramm geplant.

22.04.2013

Judith Schneiderman mit Jennifer Schneiderman: „Ich sang um mein Leben“ Erinnerungen an Rachov, Ausschwitz und den Neubeginn in Amerika

Neue Publikation der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas:

 

Judith Schneiderman mit Jennifer Schneiderman: „Ich sang um mein Leben“ Erinnerungen an Rachov, Ausschwitz und den Neubeginn in Amerika

 

Judith Schneiderman wurde 1928 im heutigen Rachiw in der Karpatoukraine in eine jiddischsprachige Familie hineingeboren. Das ursprünglich österreich-ungarische Rahó gehörte nach dem Ersten Weltkrieg zur Tschechoslowakei und kam 1939 an Ungarn zurück. 1944, nach der Besetzung des Landes durch die deutsche Wehrmacht, wurden die Juden der Region nach Auschwitz verschleppt. Judith überlebte mehrere nationalsozialistische Lager. Die Kraft, so sagt sie, fand sie vor allem im Gesang. Nach Kriegsende wanderte sie in die USA aus, wo 2009 ihre Erinnerungen erschienen.

 

 

ISBN: 978-3-942240-08-6

Schutzgebühr: € 5,00

Ab 2. Mai 2013 erhältlich unter: info@stiftung-denkmal.de

16.04.2013

Gedenkstätte Deutscher Widerstand: Geöffnet trotz Neugestaltung


Zwischen dem 22. Juli 2013 und Juli 2014 gestaltet die Gedenkstätte Deutscher Widerstand ihre Dauerausstellung neu. Die Mittel dafür stellen der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin zur Verfügung.


Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand bleibt während der gesamten Neugestaltung geöffnet. Wir bieten Ihnen in der 3. Etage mehrere Ausstellungen zum „Widerstand gegen den Nationalsozialismus“. In der 1. Etage informieren wechselnde Sonderausstellungen über Einzelthemen des Widerstandes, im Ehrenhof der Gedenkstätte finden Sie Informationen über den historischen Ort des Umsturzversuchs vom 20. Juli 1944. Während dieser Zeit ist die 2. Etage mit den historischen Räumen nicht zugänglich.


Für alle Besuchergruppen von mehr als 8 Personen ist aufgrund des begrenzten Platzes grundsätzlich eine vorherige Anmeldung unter Tel: +49-(0)30/26 99 50-00 erforderlich.

07.03.2013

Lange Nacht der Museen in Berlin am 16. März 2013

Die kommende Lange Nacht der Museen am 16. März steht im Zeichen des Berliner Themenjahrs „Zerstörte Vielfalt”.

 

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.lange-nacht-der-museen.de

 

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