Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Am 25. Juni 1999 fasste der Deutsche Bundestag nach langjährigen Debatten den Beschluss, das „Denkmal für die ermordeten Juden Europas” zu errichten. In unmittelbarer Nähe zu Brandenburger Tor und Reichstagsgebäude, im Herzen Berlins, wurde das Denkmal von April 2003 bis Mai 2005 nach dem Entwurf des New Yorker Architekten Peter Eisenman gebaut und durch einen unterirdischen Ort der Information ergänzt.
Das von Eisenman entworfene Denkmal, bestehend aus 2711 unterschiedlich hohen Betonstelen, stellt eine radikale Auseinandersetzung mit dem herkömmlichen Begriff des Denkmals dar und versucht, eine „neue Idee der Erinnerung zu entwickeln”. Im Stelenfeld, so Eisenman selbst, gibt es „kein Ziel, kein Ende, keinen Weg hinein oder heraus”.
Der unterirdisch angelegte Ort der Information hat die Funktion, die abstrakte Form der Erinnerung, die das Denkmal vermittelt, durch Informationen zu ergänzen. Vier Themenräume informieren über die zu ehrenden Opfer und die authentischen Stätten des Gedenkens. Die Personalisierung von Erinnerung erfolgt unter anderem durch die Darstellung exemplarischer Familiengeschichten, die durch den Holocaust zerstört wurden, und durch die Verlesung von Kurzbiographien ermordeter oder verschollener Juden im Raum der Namen.
Mit diesem Denkmal, so das Parlament, will Deutschland die von den Nationalsozialisten ermordeten sechs Millionen Juden ehren und die Erinnerung an ein unvorstellbares Geschehen der deutschen Geschichte wach halten. Die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas betreut darüber hinaus das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, das Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma. Des Weiteren ist sie zusammen mit der Topographie des Terrors für die Umsetzung und Betreuung des »Gedenk- und Informationsortes für die Opfer der nationalsozialistischen ›Euthanasie‹-Morde am Ort der Planungszentrale, Tiergartenstraße 4 in Berlin« zuständig.

Einzelbesucher können an einer Öffentlichen Führung teilnehmen oder sich den Ort der Information durch eine Audioführung erschließen. Besuchergruppen haben die Möglichkeit, über den Besucherservice vertiefende Führungen oder Workshops zu buchen.

Anschrift

Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Cora-Berliner-Straße 1
10117 Berlin 

Tel.: +49(0)30-26 39 43-36 (Besucherservice)

E-Mail: besucherservice(at)stiftung-denkmal.de
Internet: www.stiftung-denkmal.de

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S-Bahn Unter den Linden und Potsdamer Platz S1, S2, S26
U-Bahn Potsdamer Platz und Mohrenstraße, U2Bus 100, TXL, Unter den Linden
Bus 200, Behren-/Wilhelmstraße oder Potsdamer Platz
Bus M 41, M 48, Potsdamer Platz
Bus M 85, Ebertstraße

Öffnungszeiten:
Stelenfeld: täglich 24 h geöffnet

Ort der Information: April bis September Di-So 10-20 Uhr (letzter Einlass 19.15 Uhr). Oktober bis März Di-So 10-19 Uhr (letzter Einlass 18.15 Uhr). Schließtage: 1. Januar, 24. bis 26. und 31. Dezember

Preise:
Eintritt frei