Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Dokumentationsstelle Brandenburg


In der Zeit des Nationalsozialismus waren im Zuchthaus Brandenburg-Görden neben Kriminellen vor allem politische Häftlinge mit langjährigen oder lebenslänglichen Zuchthausstrafen und zum Tode Verurteilte inhaftiert. In der 1940 eingerichteten Hinrichtungsstätte wurden bis zur Befreiung durch die Rote Armee am 27. April 1945 mehr als 2.000 Menschen durch die NS-Justiz hingerichtet.

In der Zeit der DDR war Brandenburg eine der berüchtigsten Strafanstalten für politische Häftlinge in der DDR. Neben kriminellen Häftlingen, NS-Tätern und Kriegsverbrechern waren hier zahlreiche Regimegegner, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, Ausreisewillige und Bürgerrechtler inhaftiert.

Der Gebäudetrakt, in dem sich die Hinrichtungsstätte befand, beherbergt seit 1975 eine Gedenkstätte. Aus der 1988 gegründeten Nationale Mahn- und Gedenkstätte ging 1992 die Dokumentationsstelle Brandenburg hervor. Sie betreut die Gedenkräume, pflegt und erweitert das Archiv und die Sammlungen und führt pädagogische Projekte mit Schülern und Jugendlichen durch.

Die Euthanasieanstalt Brandenburg befand sich auf dem Gelände des 1931 geschlossenen alten Zuchthauses mitten in der Stadt Brandenburg an der Havel. Von Januar bis Ende Oktober 1940 wurden hier mehr als 9.000 Menschen aus dem nord- und mitteldeutschen Raum ermordet. In Brandenburg begann im Juli 1940 zudem die systematische Vernichtung jüdischer Psychiatriepatienten im Reichsgebiet.

Seit 1997 kann eine von der Stadt Brandenburg errichtete Open-Air-Ausstellung am historischen Ort besichtigt werden. Im Jahr 2008 erhielt die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten den Auftrag, eine Gedenkstätte für die Opfer der T4-Euthanasieaktion in einem erhaltenen Originalgebäude des alten Zuchthauses aufzubauen. Sie soll Anfang 2012 eröffnet werden.

 

Anschrift

Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Gedenkstätte und Dokumentationsstelle Brandenburg Heinrich-Grüber-Platz
16515 Oranienburg

Tel.: +49(0)33-01 20 02-00 (Besucherdienst der Gedenkstätte Sachsenhausen)
Fax: +49(0)33-01 20 02-01

E-Mail: doerschel(at)stiftung-bg.de
Internet: www.stiftung-bg.de

Ort der Führungen:
JVA Brandenburg an der Havel
Anton-Saefkow-Allee 22
14772 Brandenburg/Havel

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Ab Berlin mit der Regionalbahn RE bis Brandenburg/Havel Hbf. 1 (ca. 30 Min.); zur JVA Brandenburg: ab Brandenburg Hbf. mit der Straßenbahn Linie 1 bis Haltestelle Anton-Saefkow-Allee; zur Gedenkstätte am Nicolaiplatz: ab Brandenburg Hbf. mit den Straßenbahnlinien 1, 2 oder 6 bis Haltestelle Nicolaiplatz

Öffnunungszeiten:
Keine festen Öffnungszeiten, da sich die Gedenkräume im inneren Sicherungsbereich der heutigen JVA befinden.

Preise:
Führungen und Projekttage nach Vereinbarung: bis max. 15 Pers. 15 Euro, bis 30 Pers. 25 Euro
Fremdsprachige Führungen: + 25 Euro