Die Kapitulation der deutschen Wehrmacht in der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 1945 in Karlshorst markiert das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa. Sie war das Ziel, auf das sich die amerikanischen, britischen und sowjetischen Kriegsverbündeten bereits zwei Jahre zuvor festgelegt hatten. Sie war bedingungslos und ließ damit keinen Raum für Verhandlungen. Eindeutiger kann ein Schlusspunkt nicht gesetzt werden. Aber wie sah im Mai 1945 die Zukunft aus? – Im Gespräch mit zwei damaligen Offizieren der Roten Armee, Jakow Drabkin und Stefan Doernberg, geht Karlen Vesper diesen und anderen Fragen zur „Stunde Null“ nach.
Jakow Drabkin, Jg. 1918, 1941-1945 Politoffizier der Roten Armee, 1945-1949 Mitarbeiter der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland; Professor für Geschichtswissenschaften; Leiter des Forschungszentrums für Deutsche Geschichte am Institut für allgemeine Geschichte der Russischen Akademie der Wissenschaften, Moskau
Stefan Doernberg, Jg. 1924, als Sohn eines KPD-Funktionärs 1935 in die Sowjetunion emigriert, diente von 1941-1946 als Offizier in der Roten Armee; Professor für Geschichtswissenschaften; 1983-1987 Botschafter der DDR in Finnland
Karlen Vesper, Historikerin, Redakteurin bei der Zeitung „Neues Deutschland“
eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Helle Panke e.V.
Für alle Interessierten wird um 16 Uhr eine Führung durch die Ausstellung des Museums sowie die Sonderausstellung „Kapitulation in Karlshorst“ angeboten.