ALLES LEBEN IST KAMPF
Dokumentarfilm (s/w, 26 min)
ZIGEUNERKINDER (5 min)
Einführung: Babette Heusterberg,
Bundesarchiv-Filmarchiv Berlin
Die im Auftrag des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP
entstandenen Filme sollten die Stigmatisierung, Diskriminierung
und letztlich die Ermordung unerwünschter Bevölkerungsgruppen
rechtfertigen.
NS-PROPAGANDA IN
DOKUMENTAR- UND SPIELFILMEN
Wie nutzten die Nationalsozialisten das Medium Film zur
Indoktrinierung, Manipulation und Mobilisierung der Massen?
Welche Themen traten im Laufe der Jahre in den Vordergrund
und wie transportieren Dokumentar- und Spielfilme diese
Botschaften? Diesen Fragen widmet sich die Filmreihe, die von
der Stiftung Topographie des Terrors und dem Bundesarchiv-
Filmarchiv mit Unterstützung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-
Stiftung durchgeführt wird.
Mit den Propagandafilmen verfolgten die Nationalsozialisten
im Lauf der Jahre unterschiedliche Ziele. Vor Kriegsbeginn
entstandene Dokumentar- und Spielfilme thematisieren vor
allem den nationalsozialistischen Märtyrerkult, das "Führerprinzip"
und die angeblichen Erfolge der Nationalsozialisten.
Mit Kriegsbeginn änderten sich die Anforderungen an die
Filmpropaganda. Die nun entstehenden Filme dienten der
Rechtfertigung des Krieges und der Mobilisierung der deutschen
Bevölkerung. Unterschiedlichste "Feindbilder" wurden
geschaffen, um eine vermeintliche Bedrohung der "Volksgemeinschaft"
zu beschwören. In dieser Phase entstanden
antisemitische Hetzfilme wie "Der ewige Jude", die Gewalt
gegen die jüdische Bevölkerung und den geplanten Massenmord
an den europäischen Juden und anderen "Volksfeinden"
rechtfertigen sollten. In der zweiten Kriegshälfte dominierten
schließlich Filme zur Stärkung des Durchhaltewillens der
Bevölkerung und zur Mobilisierung der Heimatfront.
Alle Filme der Reihe werden durch einen sachkundigen
Referenten eingeführt und analysiert. Im Anschluss an den
Film besteht Gelegenheit zur Diskussion.
Programm der Filmreihe als Download