Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Antonina Aleksandrowna Nikiforowa (1907-2001)

24.04.2008, 18 Uhr
Ausstellungseröffnung
„...geboren 1907 in Leningrad, russisch, parteilos, akademisch...“ Der Nachlass einer Ravensbrückerin


„...geboren 1907 in Leningrad, russisch, parteilos, akademisch...“
So lautet eine Beurteilung der Ärztin Antonina Aleksandrowna Nikiforowa durch ihre Arbeitsstelle, ein Leningrader Krankenhaus, im Sommer 1959. Gerichtet ist diese Beurteilung an das Sowjetische Komitee der Kriegsveteranen. Sie soll ihr dazu verhelfen, als Abgesandte zur Eröffnung des Ravensbrück-Museums in die DDR reisen zu dürfen. Antonina Nikiforowa wird am 16. Juni 1907 in St. Petersburg geboren, wie die Stadt bis zum Ende des Zarenreichs heißt. Als Zeitzeugin eines wechselvollen Jahrhunderts der russischen Geschichte erlebt sie Oktoberrevolution und „Großen Vaterländischen Krieg“, Stalinismus und die Sowjetunion sowie deren Auflösung. Die sie prägenden Jahre verbringt sie jedoch im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück. Nikiforowa macht es sich zur Lebensaufgabe, über Ravensbrück zu berichten, über die nationalsozialistischen Verbrechen aufzuklären und an den Frieden zu mahnen. Sie sammelt die eingehenden Briefe und Materialien zu Kriegsgefangenschaft und KZ. So entsteht der umfangreiche Nachlass dieser ungewöhnlichen Frau, der die Grundlage für diese Ausstellung liefert.

Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst
Zwieseler Straße 4 (Ecke Rheinsteinstraße)
10318 Berlin-Karlshorst

Tel.: +49-30-50 15 08 10
Fax: +49-30-50 15 08 40
E-mail: kontakt@museum-karlshorst.de
Internet: www.museum-karlshorst.de

Eintritt frei

S-Bahnhof Karlshorst (S 3), dann Bus 396
U-Bahnhof Tierpark (U 5), dann Bus 396
Parkplätze vorhanden