Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Aug’ in Aug’ mit Himmler

07.10.2008, 20 Uhr
Film
Ein Portrait der Widerstandskämpferin Lina Haag

Die Stiftung Topographie des Terrors lädt zu einer Veranstaltung im Rahmen ihrer Reihe „Neuere Filme zur NS-Geschichte“ ein.

Dokumentarfilm, D 2007, 45 min
(Provinz-Film International für den Bayerischen Rundfunk)

Professor Andreas Gruber, der Regisseur des Films, und die Historikerin
Dr. h.c. Barbara Distel stehen nach dem Film für Fragen zur Verfügung.
Moderation: Andreas Sander, Stiftung Topographie des Terrors

Ort: Martin-Gropius-Bau Kinosaal
Niederkirchnerstr. 7 | 10963 Berlin
- Eintritt frei -

Im Mittelpunkt des Films steht die Lebensgeschichte der kommunistischen Widerstandskämpferin Lina
Haag, die sie bereits 1947 unter dem Titel Eine Hand voll Staub veröffentlichte. Lina Haag war
während der NS-Zeit in verschiedenen Gefängnissen und Konzentrationslagern inhaftiert, u.a. im KZ
Lichtenburg. Nach ihrer Haftentlassung drang sie bis zu Heinrich Himmler vor, um die Freilassung
ihres Mannes, dem ehemaligen Landtagsabgeordneten der KPD Alfred Haag, zu erwirken. Beide
überlebten die NS-Zeit. 2007 wurde Lina Haag mit dem Dachau-Preis für Zivilcourage geehrt.
Barbara Distel, 1943 geboren, ist Historikerin und war bis Juli 2008 Leiterin der KZ-Gedenkstätte
Dachau. Sie ist Mitherausgeberin der Dachauer Hefte und der mehrbändigen Reihe über die Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Barbara Distel ist Mitglied im Internationalen Beirat der Stiftung Topographie des Terrors.
Andreas Gruber, 1954 in Wels (Österreich) geboren, ist Drehbuchautor, Filmregisseur und Professor für Regie und Drehbuch an der Hochschule für Film und Fernsehen, München. Neben einigen Spielfilmen, u.a. Hasenjagd (1994) über einen Ausbruchversuch aus dem KZ Mauthausen, hat er mehrere Dokumentarfilme hergestellt, die sich mit der NS-Herrschaft und deren Folgen beschäftigen, darunter T4 – Hartheim. Sterben und Leben im Schloß (1988), Sonderauftrag Linz (1998) und Der Krimmler Exodus (2007).
Andreas Sander ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Kurator der
Stiftung Topographie des Terrors.

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