Eine Veranstaltung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und des Metropol-Verlages Berlin.
Prof. Dr. Johannes Tuchel: Begrüßung und Einführung
Dr. Christian Staffa, Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e. V.: Grußwort
Barbara Schieb: Die untergetauchten Juden und ihre Helfer
Mats Ciupka: Lesung aus Bert Lewyns „Versteckt in Berlin“
Gespräch mit Bert Lewyn
Anschließend Empfang
Berlin 1943: Dagobert Lewin ist noch keine 20 Jahre alt, als er gemeinsam mit seiner frisch angetrauten Frau und deren Sohn in Berlin untertauchen muss, um der Deportation zu entgehen. Viele unbekannte „stille Helden“ helfen ihnen beim Überleben: ein Arbeitskollege aus der Fabrik, ein Alkoholiker aus Kreuzberg, ein blinder Kommunist, Zeugen Jehovas und – besonders engagiert
– das katholische Ehepaar Kusitzky aus Lübars. Mit ebenso großer Klugheit wie Gewitztheit schlägt sich Dagobert mit seiner kleinen Familie durch: Er schläft in Ruinen ausgebombter Häuser, gibt sich als SS-Mann aus, erhält als angebliches „Bombenopfer“ Regierungshilfen und versucht sich als Taubenfänger in den
Wäldern. Kurz vor Kriegsende scheint dennoch alles umsonst gewesen zu sein: Er, seine Frau und der Junge werden verhaftet. Doch Dagobert Lewin gelingt das Unglaubliche: Er erlebt das Ende des Krieges bei untergetauchten Freunden, direkt im Haus einer ehemaligen NSDAP-Dienststelle.
Bert Lewyn · Bev Saltzman Lewyn
Versteckt in Berlin
Eine Geschichte von Flucht und
Verfolgung 1942–1945
ISBN 978-3-940938-29-9
352 Seiten · 19,– €