Orte der Erinnerung 1933 - 1945
Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg
Bomben auf Berlin. Leben zwischen Furcht und Hoffnung
23.03.2008, 11 Uhr
Film
Eine Dokumentation von Irmgard von zur Mühlen. BRD. 1984. 89 Min.
Der Krieg, der im September 1939 vom Deutschen Reich ausgegangen ist, wird in der Nacht vom 25. August 1940 erstmals in der Hauptstadt Berlin spürbar, als der erste britische Bombenangriff über Lichtenberg zieht. Die Dokumentation zeigt, wie - dem Krieg zum Trotz - der Alltag in Berlin aufrecht erhalten wird. Frauen übernehmen einen Großteil der vormals männlichen Berufe, der Produktion in den Fabriken, während immer mehr Männer an die Front gezogen werden. Im November 1944 beginnt die „Schlacht um Berlin“, die mit der praktisch völligen Zerstörung der Stadt im Mai 1945 endet. Der Film stellt den nationalsozialistischen Wochenschauen die damals nicht zur Veröffentlichung freigegebenen Aufnahmen gegenüber, die das wirkliche Leben in Berlin widerspiegeln. Außerdem werden Aufnahmen gezeigt, die für Großbildstellen und Lazarette gedreht worden sind, sowie Privataufnahmen von Berlinern, auch von Hermann Göring und Joseph Goebbels. Die Bilder der Bombenschäden werden von verzweifelten und mutigen Berichten von Berliner Frauen unterlegt. Sie waren es hauptsächlich, die den Alltag in der zerstörten Stadt erlebt und bestimmt haben.
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