Es sprechen:
Dr. Jörg Morré
Direktor des Deutsch-Russischen Museums Berlin Karlshorst
Prof. Jurij Kilin
Universität Petrosawosdsk
"Die Bedeutung des Finnisch-Sowjetischen Winterkrieges in der sowjetischen / russischen Erinnerungskultur"
Der Leningrader Fotokorrespondent Nikolaj I. Chandogin (1909-1989) gehört zu den wenigen Fotografen, die während des sowjetisch-finnischen Winterkrieges 1939/40 in Karelien fotografierten. Dabei entstanden Aufnahmen von einem weitgehend unbekannten Kriegsschauplatz. Mit dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 war Chandogin, der seit 1935 für die Zeitung des Leningrader Militärbezirks "Auf Heimatwacht" arbeitete, als Kriegsfotograf der Leningrader Front zugeteilt.
Seine Bilder von der Front und vom Kriegsalltag im Leningrader Gebiet, in Estland und Karelien werden in der Ausstellung durch Fotografien ergänzt, die er während der deutschen Blockade Leningrads aufnahm. Chandogins Augenmerk richtete sich vor allem auf Sterben und Überleben der Einwohner der von September 1941 bis Januar 1944 von ihren Lebensadern abgeschnittenen zweitgrößten sowjetischen Metropole.
Nach dem Krieg arbeitete Chandogin weiter für die "Heimatwacht" wie auch für die populären Zeitschriften "Sowjetunion" und "Ogonjok".
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