Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Das Deutsche Museum in der Zeit des Nationalsozialismus. Eine Bestandsaufnahme.

23.11.2010, 20 Uhr
Buchpräsentation
Mit Prof. Dr. Elisabeth Vaupel und Dr. Stefan L. Wolff, München

Moderation: Dr. Burkhard Asmuss, Berlin

Als eines der ersten Museen setzt sich das Deutsche Museum in München kritisch mit seiner Vergangenheit während des Nationalsozialismus auseinander. Bislang hat es sich wegen seiner eher nüchternen naturwissenschaftlich-technischen Inhalte das Selbstbild bewahrt, den seit seiner Gründung im Jahre 1903 vermeintlich unpolitischen Charakter auch in der NS-Zeit weitgehend verteidigt zu haben. Der von Elisabeth Vaupel und Stefan L. Wolff herausgegebene Sammelband Das Deutsche Museum in der Zeit des Nationalsozialismus. Eine Bestandsaufnahme (2010) widerlegt diese Sichtweise. Wie viele andere Institutionen auch suchte das Deutsche Museum aus eigenem Antrieb die Verbindung zum NS-Staat. Beiträge über leitende Personen und die wichtigsten Ausstellungen - darunter die Automobilausstellung und "Reichsautobahnschau" (1938), aber auch extrem organisierte Hetz- und Propagandaausstellungen wie "Der Ewige Jude" (1937) und "Großdeutschland und die See" (1941) - ergeben ein differenziertes Bild, dass neben Kontroversen eine Mischung aus Komformität und Kooperation zeigt.

Elisabeth Vaupel, 1956 geboren, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsinstitut des Deutschen Museums München und außerplanmäßige Professorin für Chemiegeschichte an der Universität Stuttgart. Sie studierte Chemie, Biologie und Geschichte in Mainz, Freiburg und München. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der Chemie und Pharmazie im 19. und 20. Jahrhundert.

Stefan L. Wolff, 1952 geboren, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut des Deutschen Museums München und Lehrbeauftragter für Physikgeschichte an der Universität München. Er studierte Physik, Mathematik  und Wissenschaftsgeschichte in Berlin, Hamburg und München. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Physikgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, insbesondere die Geschichte der Thermodynamik und die Physik in der Zeit des Nationalsozialismus.

Burkhard Asmuss, 1951 geboren, ist Leiter der Sammlung Zeitgeschichte Dokumente im Deutschen Historischen Museum und Projektleiter bzw. Kurator zahlreicher Ausstellungen. Zu seinen Forschungsgebieten gehören die Geschichte des Nationalsozialismus sowie die museale Darstellung von Zeitgeschichte.

- Eintritt frei -








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