Vortrag
: Was man vom Nationalsozialismus wissen muss
Dr. Dietmar Süß, Jena, und
Dr. Winfried Süß, Potsdam
Moderation:
Prof. Dr. Martin Sabrow, Potsdam
"Kasino" der DKV EG
Stresemannstr. 111, 10963 Berlin
- Eintritt frei -
Wo lag das Machtzentrum des „Dritten Reiches“? Wer plante den Judenmord und wer leistete Widerstand gegen das NS-Regime? Wie profitierten die Deutschen von Krieg und Vernichtungspolitik? Die nun vorliegende Einführung der Brüder Süß ist der Versuch, diese und andere Fragen auf kompakte und verständlich geschriebene Weise zu beantworten.
Dietmar Süß, 1973 geboren, ist Akademischer Rat am Historischen Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die deutsche und britische Geschichte des 20. Jahrhunderts, die Geschichte der Arbeit und der Arbeiterbewegung sowie die Sozial- und Kulturgeschichte des Luftkrieges. Sein aktuelles Forschungsprojekt trägt den Titel
Tod aus der Luft: Gewalt, militärische Eskalation und die Kulturen des Krieges im 20. Jahrhundert. Für seine Dissertation
Kumpel und Genossen. Arbeiterschaft, Betrieb und Sozialdemokratie in der bayerischen Montanindustrie 1945-1976 (2003) wurde er mit dem Leibnitz-Nachwuchsförderpreis und dem Bayerischen Habilitationsförderpreis ausgezeichnet.
Winfried Süß, 1966 geboren, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und Lehrbeauftragter am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören die Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert, die Geschichte des Europäischen Wohlfahrtsstaates sowie die Geschichte sozialer Ungleichheit. 2006 gab er zusammen mit Rüdiger Hachtmann den Aufsatzband
Hitlers Kommissare. Sondergewalten in der nationalsozialistischen Diktatur heraus. Für seine Dissertation
Der „Volkskörper“ im Krieg. Gesundheitspolitik, Gesundheitsverhältnisse und Krankenmord im nationalsozialistischen Deutschland 1939-1945 (2003) erhielt er den Promotionspreis der Universität München und den Forschungspreis der deutschen Ärzteschaft.
Martin Sabrow, 1954 geboren, ist Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung und Professor für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der Universität Potsdam. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher zeithistorischer Publikationen. Zuletzt erschienen die von ihm mitherausgegebene Studie
Wohin treibt die DDR-Erinnerung? Dokumentation einer Debatte (2007) und
Skandal und Diktatur. Formen öffentlicher Empörung im NS-Staat und in der DDR (2004).