Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Das "Polenlager" in Haltern.

02.07.2009, 19 Uhr
Vortrag
Lebenswelten polnischer Displaced Persons in der britischen Besatzungszone

Vortrag: Iris Fischer, Berlin

Moderation: Dr. Valentina Stefanski, Berlin

Im April 1945 errichteten die Alliierten in Haltern eines der so genannten großen „Polenlager“ am Rande des Ruhrgebietes. Hier wurden zahlreiche ehemalige Zwangsarbeiter aus den Industrieballungszentren des Ruhrgebietes untergebracht und versorgt. Die Errichtung des Lagers stieß auf Widerstand in der einheimischen Bevölkerung, da das Lager in einem Wohnbezirk Halterns aufgebaut wurde, den die Alliierten kurzerhand zum Sperrbezirk erklärten. Der Vortrag wird sich mit dem Mikrokosmos Lagerwelt am Beispiel Halterns und mit der Wahrnehmung des Lagers seitens der einheimischen Bevölkerung  beschäftigen.

Iris Fischer ist Historikerin und Doktorandin an der Heinrich-Heine-Universität inDüsseldorf. Derzeit arbeitet sie als Stipendiatin des Deutschen Historischen Institutes in Warschau an ihrer Dissertation, die sich mit der Repatriierung der polnischen Displaced Persons auseinandersetzt. Iris Fischer ist seit vielen Jahren in der Museums- und Gedenkstättenpädagogik tätig.

Dr. Valentina Stefanski, Studium der Soziologie, Politischen Wissenschaft, Osteuropäischen Geschichte und Polonistik. Sie ist wissenschaftliche Angestellte am Osteuropa-Institut der FUBerlin beim Projekt „Zwangsarbeit 1939-1945. Erinnerungen und Geschichte. Ein digitales Archiv für Bildung und Wissenschaft“. Veröffentlichungen u. a. zu „Zwangsarbeit in Leverkusen. Polnische Jugendliche im I.G. Farbenwerk“ (2000).

Ort: Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
Britzer Str. 5
12439 Berlin
www.topographie.de/schoeneweide

S-Bhf Schöneweide, dann 10 min. Fußweg oder Bus 160/167
(HS „Britzer Straße“)

Die Ausstellungen sind bis 19 Uhr geöffnet.