Das Abgeordnetenhaus von Berlin hat beschlossen, dem Widerstandskämpfer Georg Elser ein Denkzeichen in Berlin zu setzen. Dieses Symposium ist der Auftakt für einen offenen künstlerischen Wettbewerb. Ästhetische Formen und Orte des Gedenkens an Georg Elser werden diskutiert.
Georg Elser (1903 – 1945), Schreiner aus Schwaben, versucht am 8. November 1939 Adolf Hitler im Münchner Bürgerbräukeller durch eine selbstgebaute Bombe zu töten. Die Detonation verfehlt den Diktator um 13 Minuten. Elser wird gefasst, verhört, gefoltert; er bekennt — seine Tat habe der Rettung des europäischen Friedens gegolten. Nach jahrelanger Haft im KZ Sachsenhausen und im KZ Dachau wird er am 9. April 1945 ermordet.
Ort: Plenarsaal der Akademie der Künste -Eintritt frei-
Begrüßung: André Schmitz, Staatssekretär für Kultur und Rolf Hochhuth, Autor und Mitglied der Akademie der Künste
Referate: Etienne François, FU Berlin, Johannes Tuchel, Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Stefanie Endlich, UdK Berlin, Dieter Hoffmann-Axthelm, Stadtplaner
Moderation: Carolin Schönemann, Christian Schneegass, Akademie der Künste
Podiumsdiskussion: „Perspektiven für ein Denkzeichen“
Mit Lou Favorite, Künstler, Berlin, Katharina Kaiser, Kunstamtsleiterin Tempelhof-Schöneberg, Günter Morsch, Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Andreas Nachama, Stiftung Topographie des Terrors, Renata Stih, Künstlerin, Berlin
Moderation: Rainer W. Ernst, Architekt, Präsident der Muthesius Kunsthochschule, Kiel
Im Auftrag des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten in Kooperation mit der Akademie der Künste und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand.