Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Der Attentäter

22.06.2008, 11 Uhr
Film
Ein Spielfilm von Rainer Erler und Hans Gottschalk. BRD. 1969. 89 Min.

Im Herbst 1939 versucht der Schreiner Georg Elser, Adolf Hitler zu töten und so den drohenden Krieg zu verhindern. Er weiß, dass Hitler am 8. November 1939 zum Jahrestag des Hitlerputsches von 1923 im Münchener Bürgerbräukeller sprechen wird. Elser verschafft sich Zugang zum Veranstaltungsraum und installiert dort in nächtelanger Arbeit einen Sprengkörper mit Zeitzünder. Da Hitler wenige Minuten vor der Explosion den Versammlungssaal verlässt, entgeht er dem Anschlag. Georg Elser wird noch am selben Abend in Konstanz festgenommen. Nach langen Verhören gesteht er Tage später das Attentat und seine Absicht, damit den Weg zu einem europäischen Frieden zu ebnen. Die Nationalsozialisten sehen in Elser zunächst das Werkzeug des britischen Geheimdienstes. Auch nach 1945 wird er oftmals diffamiert. Heute kann seine Alleintäterschaft nicht mehr bezweifelt werden. Georg Elser wird am 9. April 1945, wenige Wochen vor Kriegsende, im KZ Dachau erschossen.

Dieser Fernsehfilm setzt die Verhöre durch Gestapo-Beamte als Rahmen für einige rückblickende Szenen, die die monatelange Vorbereitung des Attentats, Elsers Flucht und die Festnahme zeigen. Der sehr auf Authentizität bedachte Film bedient sich eines trockenen Schauspiels und minimalistischer Mittel, um sowohl eine historisch korrekte Darstellung als auch eine psychologisch stimmige Interpretation der Verhörsituation zu geben.

Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Stauffenbergstraße 13 - 14
Eingang über den Ehrenhof
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