Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

"Der ewige Jude", Dokumentarfilm 1940

08.07.2010, 20 Uhr
Film
Filmreihe NS-PROPAGANDA IN DOKUMENTAR- UND SPIELFILMEN

DER EWIGE JUDE
Dokumentarfilm 1940 (s/w, 60 min)
Regie: Fritz Hippler
Uraufführung: 28. November 1940 in Berlin,
Ufa-Palast am Zoo
Einführung: Herbert Weber, Berlin

Der antisemitische Hetzfilm wurde von Reichspropagandaminister
Joseph Goebbels konzipiert. Archivmaterial, Trickaufnahmen
und im Ghetto Litzmannstadt gedrehte Szenen diffamieren die
jüdische Bevölkerung und setzen sie mit Ratten gleich. Ziel war
es, Gewalt gegen Juden und letztlich den geplanten Völkermord
zu rechtfertigen.



NS-PROPAGANDA IN
DOKUMENTAR- UND SPIELFILMEN

Wie nutzten die Nationalsozialisten das Medium Film zur
Indoktrinierung, Manipulation und Mobilisierung der Massen?
Welche Themen traten im Laufe der Jahre in den Vordergrund
und wie transportieren Dokumentar- und Spielfilme diese
Botschaften? Diesen Fragen widmet sich die Filmreihe, die von
der Stiftung Topographie des Terrors und dem Bundesarchiv-
Filmarchiv mit Unterstützung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-
Stiftung durchgeführt wird.
Mit den Propagandafilmen verfolgten die Nationalsozialisten
im Lauf der Jahre unterschiedliche Ziele. Vor Kriegsbeginn
entstandene Dokumentar- und Spielfilme thematisieren vor
allem den nationalsozialistischen Märtyrerkult, das "Führerprinzip"
und die angeblichen Erfolge der Nationalsozialisten.
Mit Kriegsbeginn änderten sich die Anforderungen an die
Filmpropaganda. Die nun entstehenden Filme dienten der
Rechtfertigung des Krieges und der Mobilisierung der deutschen
Bevölkerung. Unterschiedlichste "Feindbilder" wurden
geschaffen, um eine vermeintliche Bedrohung der "Volksgemeinschaft"
zu beschwören. In dieser Phase entstanden
antisemitische Hetzfilme wie "Der ewige Jude", die Gewalt
gegen die jüdische Bevölkerung und den geplanten Massenmord
an den europäischen Juden und anderen "Volksfeinden"
rechtfertigen sollten. In der zweiten Kriegshälfte dominierten
schließlich Filme zur Stärkung des Durchhaltewillens der
Bevölkerung und zur Mobilisierung der Heimatfront.
Alle Filme der Reihe werden durch einen sachkundigen
Referenten eingeführt und analysiert. Im Anschluss an den
Film besteht Gelegenheit zur Diskussion.

Programm der Filmreihe als Download

TOPOGRAPHIE DES TERRORS
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