Historiker, Museumspädagogen und Mitarbeiter der Politischen Bildung im Dialog
Veranstalter:
Projekt "Das KZ Sachsenhausen 1936-1945 - Zentrallager des KZ-Systems" am Zentrum für Antisemitismusforschung, TU Berlin, Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Leitung: PD Dr. Hermann Kaienburg
Ort: Besucherinformationszentrum
Programm:
www.stiftung-bg.de
Information und Anmeldung:
kaeinburg@gedenkstaette-sachsenhausen.de
Die Forschung zur Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager ist in den vergangenen Jahren spürbar vorangekommen. Aus der Vielzahl unterschiedlicher Darstellungen zu einzelnen Lagern, zu spezifischen Opfergruppen und verschiedenartigen Aspekten ist ein außerordentlich vielschichtiges, heterogenes Bild entstanden, das sich gegenüber einfachen Verallgemeinerungsversuchen als sperrig erweist. Die Ziele, die Organisationsstrukturen und die Methoden der Gefangenenbehandlung wandelten sich. Die Konzentrationslager des Jahres 1933 hatten wenig gemein mit den großen Zentrallagern, die ab 1936 entstanden, und mit dem aufgefächerten System von Haupt- und Außenlagern im Zweiten Weltkrieg.
Unsere Tagung befasst sich mit einem zentralen Aspekt dieser Entwicklung: mit den Existenzbedingungen der KZ-Gefangenen. Zahlreiche Historiker werden der Frage nachgehen, wie sich die Formen der Gewalt von 1933 bis 1945 veränderten. Dabei wird der Begriff in einem weiten Sinne verstanden; er umfasst auch „strukturelle“ Arten der Gewalt wie ungenügende Ernährung und Unterbringung, mangelhafte Krankenversorgung und extensive Arbeitsbelastung. Durch vergleichende Betrachtung der Existenzbedingungen einzelner Konzentrationslager in verschiedenen Perioden lassen sich systematische Veränderungen, aber auch strukturelle Handlungsspielräume in den einzelnen Lagern erkennen.
Die Tagung bietet Historikern und Studierenden, Museumspädagogen, Lehrern und anderen Mitarbeitern der politischen Bildung die Möglichkeit, sich einen kompetenten Überblick über die komplexe Entwicklung der nationalsozialistischen Konzentrationslager zu verschaffen. Außerdem werden zentrale pädagogische und didaktische Fragen der Vermittlung aufgegriffen. Der Dialog zwischen Historikern und Mitarbeitern der politischen Bildung bietet die Chance, sich aus erster Hand zu informieren und die Probleme des Umgangs mit dem Thema gemeinsam zu reflektieren.
Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Straße der Nationen 22
16515 Oranienburg
Tel.: +49-03 30 1-20 02 00
Fax: +49-03 30 1-20 02 01
E-mail:
besucherdienst(at)gedenkstaette-sachsenhausen.de
Internet:
www.gedenkstaette-sachsenhausen.de RE 5 ab Berlin-Hbf. bis Bhf. Oranienburg
RB 12 ab Bhf. Berlin-Lichtenberg bis Bhf. Oranienburg
S 1 bis Bhf. Oranienburg
Bus 804 (stündlich) Richtung Malz bis zur Gedenkstätte vom Bahnhofsvorplatz oder ausgeschilderter Fußweg (20 Min.)