Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Dr. Walter Linse und der Umgang mit der historischen Wahrheit

07.10.2008, 19 Uhr
Berlin
Podiumsdiskussion
Podiumsdiskussion im Rathaus Schöneberg

Präsentation der Biographie
und Podiumsdiskussion

Rathaus Schöneberg, BVV-Saal
John-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin
Eintritt frei – Anmeldung nicht erforderlich

Dr. Walter Linse wurde 1952 von der Staatssicherheit aus West-Berlin entführt. Nach Verhören in Berlin-Hohenschönhausen und -Karlshorst verurteilte ihn ein sowjetisches Militärtribunal zum Tode. Die Erschießung folgte in Moskau. Vor dem Rathaus Schöneberg demonstrierten Zehntausende für Linse. Ernst Reuter hielt eine flammende Rede.
55 Jahre später löste der Fall eine heftige Kontroverse aus. Denn vor seinem antikommunistischen Engagement war Linse bis 1945 mit der „Arisierung“ befasst. Jetzt liegt eine neue Biographie des Historikers und Juristen Dr. Klaus Bästlein vor. Sie analysiert auf der Grundlage bisher nicht berücksichtigter Akten insbesondere die Tätigkeit Linses vor 1945. So hatte er ab 1938 die jüdischen Betriebe in und um Chemnitz liquidiert.

Begrüßung:Dr. Jens Schöne, Stellvertretender Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen

Einführungsreferat:
Dr. Klaus Bästlein, Referent beim Berliner Landesbeauftragten für die
Stasi-Unterlagen

Podiumsteilnehmer:
Benedict Maria Mülder, Journalist beim RBB;
Prof. Dr. Johannes Tuchel, Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand;
Dr. Falco Werkentin, 1993 bis 2007 Stellvertretender Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen

Moderation:
Monika Nöhre, Präsidentin des Kammergerichts

Einladungskarte_Linse.pdf

Rathaus Schöneberg, BVV-Saal
John-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin