Orte der Erinnerung 1933 - 1945
Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg
Einer aus Königsbronn. Der Widerstandskämpfer Georg Elser
01.06.2008, 11 Uhr
Film
Eine Dokumentation von Eva Witte. BRD. 1997. 30 Min.
Im Herbst 1939 versucht der Schreiner Georg Elser, Adolf Hitler zu töten und so den drohenden Krieg zu verhindern. Er weiß, dass Hitler am 8. November 1939 zum Jahrestag des Hitlerputsches von 1923 im Münchener Bürgerbräukeller sprechen wird. Elser verschafft sich Zugang zum Veranstaltungsraum und installiert dort in nächtelanger Arbeit einen Sprengkörper mit Zeitzünder. Da Hitler wenige Minuten vor der Explosion den Versammlungssaal verlässt, entgeht er dem Anschlag. Georg Elser wird noch am selben Abend in Konstanz festgenommen. Nach langen Verhören gesteht er Tage später das Attentat und seine Absicht, damit den Weg zu einem europäischen Frieden zu ebnen. Die Nationalsozialisten sehen in Elser zunächst das Werkzeug des britischen Geheimdienstes. Auch nach 1945 wird er oftmals diffamiert. Heute kann seine Alleintäterschaft nicht mehr bezweifelt werden. Georg Elser wird am 9. April 1945, wenige Wochen vor Kriegsende, im KZ Dachau erschossen.
Neben der Rekonstruktion des Lebensweges Georg Elsers und seines Attentates auf Hitler versucht der Film vor allem mittels zahlreicher Interviews und Zeitzeugengespräche dem langen Weg der Anerkennung Georg Elsers in seinem Heimatort Königsbronn nachzuspüren. Nach Jahren der Diffamierung und des Verschweigens setzt erst in den achtziger und neunziger Jahren eine angemessene Ehrung des Widerstandskämpfers Georg Elser ein, der heute in seinem Heimatort mit einer Gedenkstätte gewürdigt wird.
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