Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Frauenstimmen in der ungarischen Holocaust-Literatur. Das Buch "Sós kávé" ("Salziger Kaffee")

25.06.2009, 19 Uhr
Vortrag
Vortrag (in englischer Sprache) mit anschließender Diskussion.

Moderation: Karen Margolis

„Zu lange wurde der Holocaust aus männlicher Sicht betrachtet, der Charakter der spezifischen Rollen, der Arbeit und des Leidens von Frauen verdeckt.“ — Katalin Pécsi

Jüdische Frauen erzählen ihre Geschichten auf andere Weise als Männer. Ihre Lebenserinnerungen sind unverzichtbar für das Verständnis ihrer doppelten Erfahrung als Jüdinnen und Frauen. Die ungarische Literaturwissenschaftlerin Katalin Pécsi spricht über ihre Forschungen zur weiblichen Perspektive der Erinnerung an den Holocaust und an das Alltagsleben in Ungarn und analysiert die Memoiren von Überlebenden.

Katalin Pécsi, Ph.D., lehrt an der ELTE-Universität in Budapest und leitet die Bildungsabteilung am Holocaust Memorial Center in Budapest. Sie ist Mitbegründerin der jüdischen Fraueninitiative Eszterház („Esthers Haus“). 2007 erschien der von ihr herausgegebene Memoirenband „Sós kávé“, in dem ungarische jüdische Frauen über ihre Erlebnisse im Holocaust berichten. Karen Margolis, britische Schriftstellerin und Lyrikerin, lebt seit 1983 in Berlin und besuchte in den letzten 30 Jahren regelmäßig Ungarn. Ein Kapitel ihres nächsten Buches „A Renegade Jewess“ beschreibt ein Treffen mit Katalin Pécsi’s jüdischer feministischer Frauengruppe in Budapest.


Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Stauffenbergstraße 13-14, 10785 Berlin
Zweite Etage, Saal A