Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Gedenken an die Erschießung von 33 polnischen Häftlingen im KZ Sachsenhausen vor 70 Jahren

09.11.2010, 11 Uhr
Gedenkveranstaltung

Die Gedenkstätte Sachsenhausen und die Gesellschaft für gute Nachbarschaft zu Polen laden zu dieser Gedenkveranstaltung anlässlich des 70. Jahrestages der Ermordung von 33 polnischen Häftlingen des KZ Sachsenhausen ein. Im ehemaligen Erschießungsgraben, wo eine Gedenktafel an die Ermordeten erinnert, werden Stiftungsdirektor Prof. Dr. Günter Morsch und Konsul Dariusz Klaczko, 1. Botschaftssekretär der Botschaft der Republik Polen, zu den Anwesenden sprechen. Nach der Verlesung der Namen der 33 Ermordeten werden Kränze niedergelegt.

In den Morgenstunden des 9. November 1940 erschoss die SS 33 polnische Häftlinge. Es war vermutlich die erste von zentralen Dienststellen angeordnete Massenmordaktion im Industriehof des KZ Sachsenhausen. Die Hintergründe konnten bisher nicht eindeutig geklärt werden. Nach den überlieferten Berichten von deutschen KZ-Häftlingen, die in der Schreibstube arbeiteten, mussten sie auf Befehl der Lagerführung die Namen der Opfer aus einer sehr viel umfangreicheren Transportliste von Polen heraussuchen. Alle waren zuvor aus dem Gestapo-Gefängnis „Pawiak“ in Warschau in das Konzentrationslager der Reichshauptstadt verschleppt worden.

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
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Tel: +49 03301-200-0