Das Sachsenhausen-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. lädt zur Gedenkveranstaltung am zentralen Gedenkort
"Station Z" in der Gedenkstätte Sachsenhausen ein.
Am 27. März 1944 wurden durch die SS im Lager eine Rundfunk-Abhörstelle sowie im Lager hergestellte Flugblätter entdeckt. Hierauf begann eine Sonderabteilung des Reichssicherheitshauptamtes mit ihren Untersuchungen, um die internationale Widerstandsorganisation im Lager zu zerschlagen. Nach mehrmonatigen Ermittlungen und unter Einsatz umfangreicher Spitzeltätigkeiten gelang der Kommission nur der Nachweis, dass von deutschen Kommunisten eine Solidaritätsaktion unter den Häftlingen organisiert wurde.
Im Verlauf des Jahres 1944 verstärkte sich die Tätigkeit der Sonderkommission und fand schließlich ihren Abschluss in der Ermordung der 27 Häftlinge am 11. Oktober und der Überführung von 102 Häftlingen in das KZ Mauthausen am 20. Oktober 1944. Am Abend des 11. Oktober 1944 wurden in der "Station Z" 24 deutsche und drei französische Häftlinge von der SS ermordet.
Mit dieser bereits traditionellen Veranstaltung gedenkt das Sachsenhausen-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland der ermordeten Häftlinge und erinnert an ihr Leben und Leiden im KZ Sachsenhausen. Nach der Begrüßung durch Stiftungsdirektor
Prof. Dr. Günter Morsch und den Vorsitzenden des Sachsenhausen-Komitees in der Bundesrepublik Deutschland e.V.,
Andreas Meyer, spricht der Präsident des Internationalen Sachsenhausen Komitees,
Roger Bordage. Die Veranstaltung wird von
Ingrid Scharfschwerdt musikalisch umrahmt.