Orte der Erinnerung 1933 - 1945
Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg
Gedenkstätten für NS-Opfer im Übergang von der Zeitgeschichte zur Geschichte
07.05.2009, 19 Uhr
Vortrag
– aktuelle konzeptionelle Überlegungen zu den Herausforderungen in der Bildungstätigkeit
Im Rahmen des Gedenkstättenkonzeptes des Bundes konnten in den letzten acht Jahren 20 Dauerausstellungen in Gedenkstätten für NS-Opfer neu entstehen. Thomas Lutz gibt einen Überblick über die aktuellen konzeptionellen Diskussionen, die sich in diesen Ausstellungen niederschlagen. Er stellt die Veränderungen zu den ersten Ausstellungen in den Gedenkstätten dar, die in Westdeutschland Anfang der 1980er-Jahre entstanden sind, und arbeitet die Besonderheiten von Gedenkstätten im Vergleich zu Museen und anderen außerschulischen Lernorten heraus. Weiterhin untersucht er, wie diese Ausstellungen dem Anspruch, der Opfer zu gedenken, gerecht werden und welche Grundlagen für eine Bildungsarbeit an den historischen Orten sie bieten.
Schließlich stellt er zur Diskussion, ob diese neuen Ansätze geeignet dazu sind, aktuelle und zukünftige Herausforderungen zu bewältigen. Als Stichworte hierzu seien der Übergang von der Zeitgeschichte zur Geschichte sowie die zunehmende Differenzierung des Publikums genannt.
Thomas Lutz ist seit 1993 Gedenkstättenreferent der Stiftung Topographie des Terrors. Im Rahmen eines Dissertationsprojektes an der Technischen Universität Berlin hat er eine Übersicht über neue Ausstellungskonzeptionen in Gedenkstätten für NS-Opfer verfasst.
Veranstalter: das Aktive Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. und die Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Adresse Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Zweite Etage, Saal A
Stauffenbergstr. 13-14
10785 Berlin
Tel.: +49-30-26 99 50 00
Fax: +49-30-26 99 50 10
E-mail:
info@gdw-berlin.de
Internet:
www.gdw-berlin.de Eintritt frei
U-Bahnhof Kurfürstenstraße (10 Minuten Fußweg)
U-/S-Bahnhof Potsdamer Platz (10 Minuten Fußweg)
Bus M 29, Haltestelle Gedenkstätte Deutscher Widerstand