Die Stiftung Topographie des Terrors und der Metropol Verlag laden zu einer Buchpräsentation in den Kinosaal im Martin-Gropius-Bau ein.
Vortrag: Dr. Heinz Schneppen, Berlin
Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Benz, Berlin
Der SS-Hauptsturmführer Eduard Roschmann (1908-1977) war Kommandant des Ghettos Riga und des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald. Nach Kriegsende verhaftet, gelang ihm 1948 die Flucht über Rom nach Buenos Aires. Als ihm 1977 die Auslieferung nach Deutschland drohte, setzte er sich nach Paraguay ab, wo er im selben Jahr verstarb. Das Buch zeichnet Eduard Roschmanns Leben nach und versucht, die historischen Fakten von den Fiktionen, die sich um seine Person ranken, zu trennen.
Heinz Schneppen, 1931 geboren, ist Historiker und war von 1960-1996 im diplomatischen Dienst der Bundesrepublik Deutschland, zuletzt als deutscher Botschafter in Tansania. Der Historiker war 2002 Gastprofessor an der Universidad Nacional de Asunción, Paraguay. Er hat mehrere Veröffentlichungen über die deutschen Beziehungen zu Ostafrika und Südamerika vorgelegt, darunter Sansibar und die Deutschen. Ein besonderes Verhältnis (2003) und Aimé Bonpland. Humboldts vergessener Gefährte? (2002). In seinem neuen Buch Odessa und das Vierte Reich untersucht er die sogenannte Organisation der ehemaligen SS-Angehörigen (Odessa), die nach 1945 Nazigrößen nach
Südamerika schleuste und die Mythen, die sich um diese Organisation ranken.
Wolfgang Benz, 1941 geboren, ist Professor an der Technischen Universität Berlin und Leiter des dortigen Zentrums für Antisemitismusforschung. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher grundlegender Werke zur Geschichte des Nationalsozialismus und des Antisemitismus.
- Eintritt frei -