Lichtbildvortrag und Gespräch mit
Alena Paschkovich, Historikerin, Puschkin-Universität Minsk
Christian Ganzer, Historiker, DAAD-Lektor in Kiew
Die Veranstaltung findete im Wintergarten. Im Anschluss werden Getränke gereicht.
Bis heute stellt der Zweite Weltkrieg weltweit eines der zentralsten Momente für die Interpretation der Gegenwart und die Formierung von Identitäten dar. Dies trifft besonders für Belarus' zu, ein Land, das mehr als andere unter Krieg und Massenmord zu leiden hatte. Die Perspektiven auf den Krieg unterscheiden sich aber zwischen Ost und West zum Teil sehr stark. Im Rahmen des von der Stiftung “Erinnerung Verantwortung Zukunft” geförderten Programmes “Geschichtswerkstatt Europa” wurden diese Unterschiede in den Blick genommen. Das Forschungsprojekt “Die Brester Heldenfestung in Belarus' und Deutschland” untersuchte das offizielle Narrativ über die Verteidigung der Brester Festung in Belarus' im Sommer 1941 hauptsächlich anhand der Dauerausstellung des
Museums der Verteidigung der Brester Festung. Die Verteidigung kann als zentraler Nationalmythos in Belarus' gelten, neben ihr verblassen andere Aspekte des Kriegs, die im Westen für zentral gehalten werden. Im Weiteren wurden die belarussischen Befunde mit der Darstellung der Anfangsphase des Krieges in zwei Berliner Museen (
Deutsch-Russisches Museum Berlin Karlshorst und
Deutsches Historische Museum) verglichen.
Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst
Zwieseler Straße 4 (Ecke Rheinsteinstraße)
10318 Berlin-Karlshorst
Tel.: +49-30-50 15 08 10
Fax: +49-30-50 15 08 40
E-mail: kontakt(at)museum-karlshorst.de
Internet:
www.museum-karlshorst.de
Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr
Jeden Sonntag 15 Uhr offene kostenfreie Führung
Eintritt frei
S-Bahnhof Karlshorst (S 3), dann Bus 396
U-Bahnhof Tierpark (U 5), dann Bus 396
Parkplätze vorhanden