Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Im Widerstand an der Seite Stauffenbergs: Werner von Haeften (1908 – 1944)

09.10.2008, 19 Uhr
Vortrag

Vortrag: Hartmut Ludwig
Grußwort: Christian Schmidt, MdB
Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung

In Büchern und Aufsätzen über den militärischen Widerstand taucht der Name
Werner von Haeftens nur am Rande auf: als Begleiter Graf Stauffenbergs am 20.
Juli 1944 ins „Führerhauptquartier“. Der 100. Geburtstag Werner von Haeftens am 9. Oktober ist ein Anlass, an ihn zu erinnern und nach Hinweisen auf seine Rolle im Kreis des militärischen Widerstandes zu fragen. Der Jurist und Bankier Werner von Haeften gehörte zur Bekennenden Kirche und war im Prozess gegen Pfarrer Martin Niemöller ein Zeuge der Verteidigung. Die Verfolgung der Juden, der „Wahnsinn des modernen Krieges“ und Erlebnisse bei der Belagerung Leningrads im Winter 1941/42 wurden Schlüsselerlebnisse für seine Kritik am Nationalsozialismus. Bereits im November 1942 diskutierte er mit dem Theologen Dietrich Bonhoeffer über die Möglichkeit des Tyrannenmordes. Albrecht Ritter Mertz von Quirnheim aus dem engsten Stauffenberg-Kreis kannte die Brüder von Haeften seit ihrer Jugend.
Werner von Haeftens enge Verbundenheit mit Graf von Stauffenberg bestätigte
Ewald-Heinrich von Kleist-Schmenzin kürzlich erneut: „Die beiden waren eine
Einheit, sie gehörten wirklich zusammen… [Werner von Haeften] war ein fabelhafter Mann: ganz effizient, sehr klar, sehr entschlossen, absolut zuverlässig… Ohne ihn hätte sich Stauffenberg sehr viel schwerer getan.“

Dr. theol. habil. Hartmut Ludwig, geboren 1942, war Dozent für Kirchliche
Zeitgeschichte an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin.
Über Werner von Haeften schrieb er in dem Buch „`Ihr Ende schaut an…´
Evangelische Märtyrer des 20. Jahrhunderts“, hrsg. v. Harald Schultze und Andreas Kurschat, Leipzig 2008, 2. erw. Auflage.

Vor der Veranstaltung findet um 18.30 Uhr eine Kranzniederlegung durch den
Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung, Herrn
Christian Schmidt, MdB, statt, zu der das Bundesministerium der Verteidigung
herzlich einlädt.

Adresse
Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Stauffenbergstr. 13-14
10785 Berlin
Veranstaltung: Zweite Etage, Saal A

Tel.: +49-30-26 99 50 00
Fax: +49-30-26 99 50 10
E-mail: info@gdw-berlin.de
Internet: www.gdw-berlin.de

Eintritt frei

U-Bahnhof Kurfürstenstraße (10 Minuten Fußweg)
U-/S-Bahnhof Potsdamer Platz (10 Minuten Fußweg)
Bus  M 29, Haltestelle Gedenkstätte Deutscher Widerstand