Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Kirchen unterm Hakenkreuz. Teil 2: Evangelische Kirche zwischen 1938 - 1945. Widerstand und Ergebung

25.05.2008, 11 Uhr
Film
Eine Dokumentation von Klaus Figge. BRD. 1988. 30 Min.

Die Nationalsozialisten erheben auch gegenüber den christlichen Kirchen ihren weltanschaulichen Führungsanspruch. Einige Gruppen innerhalb der protestantischen Kirche begrüßen zunächst Hitlers Regierungsübernahme. Bereits zum Ende der Weimarer Zeit breitet sich eine innerkirchliche Strömung aus, die die NS-Ideologie mit dem Evangelium in Einklang zu bringen sucht. Die „Deutschen Christen“ wollen ihre Machtposition in den Landeskirchen ausbauen und bieten sich der NSDAP als Instrument kirchlicher Gleichschaltung an. Die Gegner der „Deutschen Christen“ schließen sich 1933 zum „Pfarrernotbund“ und 1934 zur „Bekennenden Kirche“ zusammen. Ihr gemeinsames Ziel ist es, den Führungsanspruch der Nationalsozialisten gegenüber der evangelischen Kirche und den „Arierparagraphen“ in der Kirche abzuweisen. Grundlegende Bekenntniserklärungen richten sich gegen Übergriffe des „totalen Staates“ auf die Kirche. Vor allem nach 1939 beteiligen sich einzelne Pfarrer und Christen auch an Hilfsaktionen für Verfolgte und protestieren gegen Verbrechen hinter der Front und gegen die Deportation von Juden.

Die zweiteilige Dokumentation zeigt – unterstützt durch zahlreiche Zeitzeugeninterviews – exemplarisch an ausgewählten Biographien den Kampf gegen den Nationalsozialismus aus christlichem Glauben. Teil 1 dokumentiert die Jahre 1933 bis 1938 zwischen Anpassung und Widerständigkeit, Teil 2 vertieft besonders den Aspekt der christlichen Hilfen für Verfolgte während des Zweiten Weltkrieges.

Gedenkstätte Deutscher Widerstand
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