Orte der Erinnerung 1933-1945

Orte der Erinnerung 1933 - 1945

Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen
zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur
in Berlin und Brandenburg

Meine Mütter. Spurensuche in Riga

21.10.2008, 20 Uhr
Film
Dokumentarfilm, D 2007, 87 min

(Rosa von Praunheim Filmproduktion in Zusammenarbeit mit dem RBB, HR)
Die Stiftung Topographie des Terrors lädt zu einer Veranstaltung im Rahmen ihrer Reihe „Neuere
Filme zur NS-Geschichte“ ein.

Rosa von Praunheim, der Regisseur des Films, steht nach dem Film
für Fragen zur Verfügung.
Moderation: Marcus Gryglewski, Berlin

Ort: Martin-Gropius-Bau Kinosaal
Niederkirchnerstr. 7 | 10963 Berlin

„Meine Mütter“ dokumentiert die Suche des Filmregisseurs Rosa von Praunheim nach seiner Herkunft.
Seine Mutter offenbarte ihm vor ihrem Tod, dass er in Riga geboren wurde und adoptiert sei. Der Film
schildert die intensive Recherche nach Informationen über seine leibliche Mutter in Deutschland und
Lettland. Dabei werden die Realität der deutschen Besatzung in Lettland und der Mord an den dort
lebenden Juden ebenso in den Blick genommen wie die Auseinandersetzung des Regisseurs mit
seiner konkreten Familiengeschichte.
Der Film fand ein großes Echo in den deutschen Medien, der Tagesspiegel schrieb: „Ganz sicher aber
gibt es jenen Punkt, an dem die ganz private, ganz persönliche Geschichte zum Spiegelbild der
großen Weltgeschichte wird. So gesehen ist Rosa von Praunheims Film ein seltener Glücksfall.“

Rosa von Praunheim, 1942 geboren, ist Filmregisseur und lehrt Regie an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg. Der Regisseur hat mittlerweile über 50 Filme vorgelegt, darunter Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt (1970), Unsere Leichen leben noch (1981), Überleben in New York (1989) sowie Der Einstein des Sex (1999) über Leben und Werk des Sexualforschers Magnus Hirschfeld.

Marcus Gryglewski, 1965 geboren, ist Historiker und freier Mitarbeiter der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz. Er hat an dem Ausstellungsprojekt Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944 (2001) und der aktuellen Dauerausstellung in der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz mitgewirkt. Darüber hinaus war er an verschiedenen Buchprojekten beteiligt.

- Eintritt frei -

Stiftung Topographie des Terrors
Geschäftsstelle
Stresemannstraße 111
10963 Berlin-Kreuzberg

Tel.: +49-30-25 45 09 0
Fax: +49-30-25 45 09 99
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