Politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen der NS-Strafverfolgung im geteilten Deutschland
Vortrag: Dr. Annette Weinke, Berlin
Moderation: Annette Wilmes, Berlin
Martin-Gropius-Bau Kinosaal
Niederkirchnerstr. 7, 10963 Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei
Annette Weinke, 1963 geboren, ist Historikerin bei der an der Universität Jena angesiedelten Unabhängigen Historikerkommission zur Geschichte des Auswärtigen Amtes in der Zeit des Nationalsozialismus und der Bundesrepublik und Mitarbeiterin der Forschungsstelle Ludwigsburg. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören der Umgang mit der Geschichte des Nationalsozialismus in beiden deutschen Teilstaaten, Recht und Justiz in der SBZ/DDR sowie der massenmediale Umgang mit Recht und Justiz. Zu ihren wichtigsten Veröffentlichungen gehören: Die „Nürnberger Prozesse“ (2006) und „Die Verfolgung von NS-Tätern im geteilten Deutschland. Vergangenheitsbewältigungen 1949-1969 oder: Eine deutsch-deutsche Beziehungsgeschichte im Kalten Krieg“ (2002). Ihre Studie zur Geschichte der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen in Ludwigsburg erscheint im Herbst 2008.
Annette Wilmes, Publizistin und Soziologin, ist als freie Journalistin für Rundfunkanstalten der ARD tätig. Bis 1994 moderierte sie das Kulturmagazin „Journal in drei“ beim SFB. In zahlreichen Beiträgen problematisierte sie den justizpolitischen Umgang mit der NS-Vergangenheit. Darüber hinaus befasst sie sich mit aktuellen Gerichtsprozessen, Problemen im Strafvollzug und dem Internationalen Strafgerichtshof.